Klimaschutz auf allen Ebenen notwendig

Für die Umsetzung der Pläne braucht vor allem auch das enge Zusammenwirken zwischen Bund und Ländern, denn viele Entscheidungen liegen im Kompetenzbereich der Bundesländer. Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) betont, es sei essenziell, dass alle an einem Strang ziehen.

Wie ist die Lage in Kärnten?

Kärnten weist österreichweit den höchsten Anteil an erneuerbarer Energie auf – mit 55 Prozent. Kärnten ist (neben dem Burgenland, Salzburg und Tirol) das vierte Bundesland, das bereits stromautark ist. Kärntens Strom wird zu etwa 79 Prozent mit Großwasserkraft erzeugt. Großer Nachholdbedarf besteht allerdings beim Ausbau von Windkraft und Photovoltaik, beim Endenergieverbrauch und den Treibhausgasemissionen ist Kärnten im Mittelfeld. Andere erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Windkraft werden nur sehr gering respektive nahezu gar nicht genutzt.

Was soll getan werden?

Um die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2040 auf null zu bringen, muss in Kärnten das Klima- und Energiekonzept grundlegend umstrukturiert werden. Der Anteil an erneuerbaren Energien muss bis zum Jahr 2040 verdreifacht werden und die vorhandenen Potenziale der erneuerbaren Energien verstärkt genutzt werden. 2018 lag der Treibhausgas-Ausstoß in Kärnten noch immer auf dem Niveau von 1990. In den letzten 30 Jahren erfolgte also keine Reduktion der Treibhausgasemissionen.

Autor: Pia Kulmesch, 18.08.2021