Betriebe für Energieeffizienz ausgezeichnet

Im Rahmen des zweiten Austrian Sustainability Summit wurden zwei Kärntner Betriebe für ihr außerordentliches Engagement in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz ausgezeichnet.
Autor: Pia Kulmesch, 30.06.2022 um 11:28 Uhr

Die heimischen Betriebe wurden durch klimaaktiv, die Klimaschutzinitiative des Klimaschutzministeriums (BMK) prämiert. Zu den insgesamt 18 ausgezeichneten Betrieben zählen die beiden Unternehmen mit Sitz in Kärnten, Franz Dorner und Partner KG (Maßnahme: Erneuerbare Energie im Produktionsprozess – Photovoltaik-Anlage) sowie die Hermes Schleifmittel GesmbH (Maßnahme: Optimierung der Wärmeversorgung und Abluftbehandlung).
In Summe sparen alle prämierten Betriebe durch umgesetzte Maßnahmen jährlich 42 Millionen kWh an Strom und Wärme ein. Das entspricht einer Einsparung von rund 5.990 Tonnen CO2.

Franz Dorner und Partner KG

Der Hof der Familie Dorner liegt auf 1.300 Metern Seehöhe, dort werden Masthühner gezüchtet. Bereits 2006 begann Franz Dorner mit dem Bau einer der damals größten Photovoltaikanlagen Südösterreichs, die Anlage wurde im Laufe der Jahre erweitert. Seit der Einführung der neuen Maßnahme mit der neuen Photovoltaikanlage (Leistung von 80 kWp) wird eine zusätzliche Strommenge von 80.000 kWh pro Jahr produziert. Diese werden zur Gänze ins öffentliche Energienetz eingespeist und sollen künftig in einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft genutzt werden.

Hermes Schleifmittel GesmbH

Das Unternehmen hat seinen Standort in Bad St. Leonhard, wo Schleifmittel überwiegend für die Metallverarbeitung gefertigt werden. An diesem Standort wurden bisher Thermoölkessel sowie eine Anlage zur thermischen Nachverbrennung (TNV) eingesetzt, um die Raum- und Prozesswärme bereitzustellen und die Prozessabluft zu reinigen. Alle Anlagen wurden mit Heizöl betrieben.
Seit der Einführung der Maßnahme wird die thermische Nachverbrennungsanlage durch eine regenerative Nachverbrennungsanlage (RNV) ersetzt – der neueste Stand der Technik. Selbst geringe Mengen flüchtiger Schadstoffe können unter geeigneten Bedingungen verbrannt werden. Als Energieträger dient Flüssiggas anstelle von Heizöl.