"Dies Irae": Flucht & Vertreibung von Frauen

Die Geschichte Kärntens ist, wie die Geschichte des Kontinents Europa, eine Geschichte der Flucht, der Vertreibung und der Migration. KünstlerInnen unterschiedlicher Kunstrichtungen - Schauspiel, Musik, Chor und Fotografie - zeigen bei der gemeinsamen Produktion des Theater KuKuKK und Teater ISKRA eine genre- und grenzübergreifende Performance zu diesen Themen. Zorn und Trauer sind dabei die bestimmenden Emotionen. Das Besondere an der Performance ist die Tatsache, dass die KünstlerInnen mit dem Thema Flucht auf unterschiedliche Weise persönlich betroffen sind: als direkte Nachfahren vertriebener KärntnerInnen, als Nachfahrin nach Kärnten Geflüchteter, als Nachfahren von Verursachern von Flucht und Vertreibung. Gemeinsam ist ihnen die Heimat Kärnten/Koroška und die unbändige Lust auf ein verbindendes Neues.

Zweisprachige Performance von Theater KuKuKK & Teater ISKRA

Gemeinsames Neues

Erklärtes Ziel des Projektes "DIES IRAE" ist die Verortung von Kunst im ländlichen Raum und die Schaffung eines Dialoges zwischen Kunstschaffenden und Publikum, im Sinne einer emanzipatorischen Partizipation aller an Kunst interessierter Menschen. Der Anlass, 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung, erscheint dafür ideal, will man doch historische Katastrophen aufarbeiten, um über Möglichkeiten der Überwindung ebendieser nachzudenken. Ein gemeinsames Neues steht im Raum.

Weitere Infos sowie Termine und Aufführungsorte finden Sie unter www.theater-kukukk.at

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic , 23.07.2020