Coronavirus: Impfangebot ausgeweitet

LHStv.in Beate Prettner, Rot Kreuz-Präsident Peter Ambrozy und Impfexperte Heimo Wallenko appellieren: Impfangebot annehmen.
Autor: Pia Kulmesch, 29.11.2021 um 11:08 Uhr

Kärnten soll jenes Bundesland sein, dass sich am wenigsten an den Lockdown halte. Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner stellt klar: „Leider wird deutlich sichtbar, dass sich das Mobilitätsverhalten der Kärntner Bevölkerung seit Beginn des Lockdowns österreichweit am wenigsten verändert hat. Ohne Einhaltung der Maßnahmen werden wir die Infektionszahlen in Kärnten nicht im notwendigen Maß senken können (…).“ Für die Demonstration in Klagenfurt von Coronaleugnern, Impfgegnern und politisch motivierten Gegnern der Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung findet Prettner harte Worte. Jede Zusammenkunft sei ein potentieller Infektionsherd und könne ein erhöhtes Infektionsgeschehen auslösen.
Auch die Lage in den Krankenhäusern ist kritisch. Private Krankenhäuser im Land werden laut Prettner nach intensiven Verhandlungen einspringen und 20 Patienten aus den Landesspitälern übernehmen. Außerdem wurden Visiten-Ärzte, die Corona-Patienten zu Hause betreuen, aufgestockt, um die Spitäler zu entlasten.

Ausgebautes Angebot

Mit und ohne Anmeldung wird das Impfangebot des Landes Kärnten mit dem Roten Kreuz ausgeweitet. Kinder können ab Dienstag angemeldet und in den Impfstraßen des Landes ab kommendem Wochenende geimpft werden. In jeder Impfstraße wird ein Kinderarzt anwesend sein. „Im Dezember, der der Monat des Impfens sein wird, weiten wir das Angebot aus, die Impfstraßen fahren hoch, zusätzliche Impflinien in den Impfzentren werden geöffnet“, meint Ambrozy. Ab dieser Woche kann man sich nur noch mit Anmeldung impfen lassen, um Wartezeiten zu reduzieren und Ansammlungen zu verhindern. Heimo Wallenko, Impfexperte des Landes und Vertreter Kärntens in der Ampelkommission des Bundes, meint dazu: „Nehmen Sie alle den Lockdown ernst, nehmen Sie die Maßnahmen ernst, reduzieren Sie die Kontakte, nehmen Sie nicht an Zusammenkünften teil – diese Treffen forcieren die Pandemie!“ Außerdem sei es nicht sinnvoll, auf einen Totimpfstoff zu warten. Wer noch nicht geschützt sei, brauche den Schutz jetzt und nicht erst in ein paar Monaten. „Die Impfungen sind sicher, sind effektiv, auch für Kinder. Wir haben über 7 Milliarden Daten – jede und jeder kann sich auf die Sicherheit der Impfung verlassen“, so Wallenko.