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ASFINAG-Trauerschild um den Mitarbeiter, der bei Mäharbeiten auf der A2 verstorben ist
Bei einem schweren Auffahrunfall auf ein ASFINAG-Absicherungsfahrzeug verstarb ein 42-jähriger Mitarbeiter noch an der Unfallstelle.
Bei einem schweren Auffahrunfall auf ein ASFINAG-Absicherungsfahrzeug verstarb ein 42-jähriger Mitarbeiter noch an der Unfallstelle.
ASFINAG

ASFINAG trauert: Mitarbeiter nach Unfall auf A2 tot

30.06.2026 um 14:34, Marcel Toifl
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Bei einer Absicherung von Mäharbeiten auf der A2 in Kärnten kam es zu einem schweren Unfall. Ein 42-jähriger ASFINAG-Mitarbeiter verstarb noch vor Ort.

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A2 Südautobahn in Kärnten hat am Montagnachmittag ein Todesopfer gefordert. Bei Völkermarkt prallte ein aus Italien kommender Sattelzug gegen eine vorschriftsmäßig abgesicherte Tagesbaustelle der ASFINAG. Ein 42-jähriger Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Klagenfurt erlitt dabei tödliche Verletzungen. Zwei weitere Personen wurden mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Der Unfall ereignete sich gegen 14:00 Uhr in Fahrtrichtung Wien zwischen den Anschlussstellen Völkermarkt West und Ost. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache wurden von der Autobahnpolizeiinspektion (API) Wolfsberg aufgenommen.

Unfallhergang: Sattelzug fährt auf Absicherungs-Lkw auf

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Kärnten führten die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei zum Unfallzeitpunkt Mäharbeiten im Böschungsbereich durch. Die Kolonne bestand aus einem Unimog mit Mäheinrichtung, einer nachfolgenden Straßenkehrmaschine und einem Absicherungs-Lkw mit integriertem Aufprallschutz als Abschlussfahrzeug.

Aus bislang ungeklärter Ursache rammte ein 47-jähriger italienischer Berufskraftfahrer mit seinem Sattelzug das Heck des Absicherungs-Lkw. Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass die Fahrzeuge ineinandergeschoben wurden. Der Absicherungs-Lkw wurde gegen die Kehrmaschine und diese wiederum gegen das Mähfahrzeug katapultiert. Der 42-jährige Lenker des Absicherungs-Lkw – ein zweifacher Familienvater aus dem Bezirk Klagenfurt-Land – wurde dabei so schwer verletzt, dass jede medizinische Hilfe zu spät kam. Der Fahrer der Kehrmaschine erlitt schwere Verletzungen, während die Insassen des vorderen Mähfahrzeugs unverletzt blieben.

Großaufgebot an Rettungskräften und Totalsperre

Der Unfall löste einen Großeinsatz aus. Der 47-jährige Unfallverursacher wurde in der stark deformierten Fahrerkabine seines Sattelzugs eingeklemmt und musste von den Einsatzkräften der Feuerwehr befreit werden. Er wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungshubschrauber C11 ins Klinikum Klagenfurt geflogen. Der schwerverletzte Kehrmaschinenlenker wurde ins UKH Klagenfurt eingeliefert.

Am Unfallort waren insgesamt vier Feuerwehren (FF Völkermarkt, Poggersdorf, Griffen und St. Andrä/Lavanttal) mit 15 Fahrzeugen und 85 Einsatzkräften beteiligt. Unterstützt wurden sie vom Roten Kreuz und dem Streckendienst der ASFINAG. Für die Dauer der Rettungs- und Aufräumarbeiten musste die A2 im betroffenen Bereich komplett gesperrt werden; der Verkehr wurde über das Stadtgebiet von Völkermarkt umgeleitet.

Tiefe Betroffenheit und Appell der ASFINAG-Vorstände

Das Unglück löste innerhalb der gesamten Autobahngesellschaft tiefe Trauer aus. Erst vor zwei Wochen hatte das Unternehmen eine bundesweite Kampagne für den Schutz des Straßenpersonals ins Leben gerufen. Die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser drücken in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Bestürzung aus: „Dieser Unfall macht uns tief betroffen. Uns allen ist bewusst, dass die Arbeit auf der Autobahn gefährlich ist und deswegen appellieren wir heute noch einmal besonders an alle Verkehrsteilnehmer, auf unsere Mitarbeitenden aufzupassen. Die Autobahn ist ihr Arbeitsplatz und hinter jeder Warnweste steht ein Mensch.“

Bezugnehmend auf die aktuelle Sicherheitsinitiative „Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du aufpasst“ erklären die Vorstände zudem: „Wir würden uns wünschen, dass wir solche Kampagnen nicht brauchen. Aber dieser Unfall führt uns auf furchtbare Weise vor Augen, dass sie leider mehr als notwendig ist.“

Als unmittelbare Reaktion auf das Unglück wurde der Sicherheitsappell nun österreichweit auf allen elektronischen Überkopfwegweisern der Autobahnen aufgeschaltet.

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