Bis zu 50 Hektar: Rechenzentrum in Nickelsdorf geplant
In Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) ist offenbar ein Rechenzentrum geplant, das laut "profil" eine ähnliche Dimension wie das umstrittene Google-Projekt im oberösterreichischen Kronstorf (Bezirk Linz-Land) erreichen könnte. Bürgermeister Gerhard Zapfl (SPÖ) bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage, dass er über ein mögliches Datencenter informiert worden sei. Näheres werde er aber erst bei einem Termin Mitte August erfahren.
Grundstück bei Mönchhof
Das Grundstück bei der Autobahnabfahrt Mönchhof gehört der Wirtschaftsagentur Burgenland. Im Zuge des Umwidmungsprozesses zum interkommunalen Businesspark wurde der Gemeinde laut "profil" mitgeteilt, dass darauf ein Rechenzentrum entstehen soll. Viel mehr habe er seither nicht erfahren, sagte Zapfl gegenüber der APA: "Ich renne der Information schon sehr lange nach."
Wirtschaftsagentur bestätigt konkrete Planungen nicht
Laut "profil" ist von einer Fläche von 41 bis 50 Hektar die Rede. Von der Wirtschaftsagentur hieß es am Freitag, man könne konkrete Planungen für ein Großrechenzentrum nicht bestätigen. Es gebe keinen umsetzungsreifen Plan und dementsprechend könne auch keine Beteiligung vorgesehen sein.
Die Wirtschaftsagentur habe im gesamten Burgenland Grundstücke, die zur Ansiedlung von Betrieben und zur Schaffung von Arbeitsplätzen verwendet werden sollen, so auch jenes in Nickelsdorf. Für diese und andere Flächen würden laufend mit unterschiedlichen Interessenten Gespräche zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts geführt. Die Netz Burgenland GmbH betonte am Freitag gegenüber der APA, dass es mehrere Anfragen für Datencenter gebe.