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Javier Aguirre und Guillermo Ochoa während einer Trainingseinheit des mexikanischen
Cheftrainer Javier Aguirre und Torwart Guillermo Ochoa schlagen 16 Jahre nach dem Eröffnungsspiel von 2010 das nächste gemeinsame WM-Kapitel auf.
Cheftrainer Javier Aguirre und Torwart Guillermo Ochoa schlagen 16 Jahre nach dem Eröffnungsspiel von 2010 das nächste gemeinsame WM-Kapitel auf.
APA-Images / AP / Eduardo Verdugo

Déjà-vu: Dieses Eröffnungsspiel gab es doch schon

11.06.2026 um 11:53, Marcel Toifl
min read
Das WM-Eröffnungsspiel 2026 bringt das exakte Duell von 2010 zurück. Trainer Javier Aguirre und Guillermo Ochoa stehen wieder im Fokus des Klassikers.

Es ist eine der verrücktesten Konstellationen, die der weltweite Fußball je hervorgebracht hat: Wenn am heutigen Donnerstag, dem 11. Juni 2026, der Anpfiff zum großen Eröffnungsspiel der WM 2026 ertönt, erleben Fans rund um den Globus ein absolutes sportliches Déjà-vu. Auf den Tag genau vor exakt 16 Jahren, am 11. Juni 2010, lautete die offizielle Eröffnungs-Paarung der WM nämlich schon einmal Mexiko gegen Südafrika. Während damals die „Bafana Bafana“ im ohrenbetäubenden Vuvuzela-Konzert von Johannesburg den Heimvorteil genoss, sind die Rollen heute im Hexenkessel von Mexiko-Stadt komplett vertauscht. Zwei Hauptdarsteller aufseiten der Mexikaner sind auf faszinierende Weise jedoch absolut dieselben geblieben.

Die zeitlose Konstante: Javier Aguirre an der Seitenlinie

Die größte Sensation dieses geschichtsträchtigen Wiedersehens sitzt bei den Nordamerikanern an der Seitenlinie. Javier Aguirre führt sein Heimatland auch im Jahr 2026 wieder als sportlicher Kommandant in eine Weltmeisterschaft. Damit gelingt ihm ein Kunststück, das im modernen, schnelllebigen Trainergeschäft als nahezu unmöglich galt.

Die Meilensteine der Trainer-Zeitreise im Überblick:

  • Der Alters-Faktor: Beim geschichtsträchtigen Eröffnungsspiel am 11. Juni 2010 in Johannesburg war Aguirre knackige 51 Jahre alt. Heute, am 11. Juni 2026, dirigiert er dieselbe Paarung mit 67 Jahren auf dem Buckel.
  • Die taktische Revanche: Damals coachte Aguirre das Team zu einem mühsamen 1:1-Unentschieden nach Rückstand. Heute fordert er denselben Gegner vor der eigenen Wand in Mexiko-Stadt.
  • Die Parallele der extremen Höhenluft: Eine Herausforderung verbindet beide Turniere. Lag das Soccer-City-Stadion in Johannesburg 2010 auf rund 1.750 Metern Höhe, fordert das Estadio Azteca in Mexiko-Stadt 2026 den Spielern auf brutalen 2.240 Metern sogar noch mehr Lungenarbeit ab.

Vom Bankdrücker zur Legende: Guillermo Ochoas sechste WM

Nicht nur auf der Trainerbank, sondern auch im Spielerkader knackt Mexiko einen historischen Romantik-Rekord. Torwart-Dinosaurier Guillermo Ochoa hat es mit stolzen 40 Jahren tatsächlich in das finale Aufgebot für das Turnier 2026 geschafft. Der unsterbliche Keeper verbindet die beiden Epochen wie kein anderer aktiver Profi auf dem Platz.

Ochoas faszinierende Entwicklung von 2010 bis 2026:

  • Die Rolle im Jahr 2010: Beim Eröffnungsspiel in Südafrika war Ochoa ein 24-jähriges Talent. Er musste mit der Trikotnummer 13 die vollen 90 Minuten als bitterer Bankdrücker hinter Routinier Óscar Pérez zusehen.
  • Die Rolle im Jahr 2026: Heute reist Ochoa als unumstrittener Leitwolf mit der monumentalen Erfahrung von 153 Länderspielen im Gepäck an.
  • Der historische Meilenstein: Mit der Turnierteilnahme 2026 feiert Ochoa seine insgesamt sechste Weltmeisterschaft. Damit zieht er endgültig in den absolut exklusiven Klub der Fußball-Unsterblichen neben Lothar Matthäus Lionel Messi ein.

Südafrikas Bafana Bafana will eigene Geschichte schreiben

Für Südafrika selbst bedeutet diese Partie das emotionale Ende einer quälenden, 16-jährigen Leidenszeit. Seit der heimischen Endrunde im Jahr 2010 glückte der stolzen Fußballnation keine einzige Qualifikation mehr für eine Weltmeisterschaft. Dass das große Comeback nun ausgerechnet gegen Mexiko stattfindet, sorgt im Lager der Südafrikaner für gemischte Gefühle.

Südafrikas Nationalspieler Teboho Mokoena, der beim Duell 2010 gerade einmal 13 Jahre alt war, blockt Vergleiche zur Vergangenheit bewusst ab: „Wir haben im Team nicht über die WM 2010 gesprochen. Als Mannschaft wollen wir im Jahr 2026 unsere ganz eigene Geschichte schreiben und die alten Bilder ruhen lassen.“

Auch Trainer Hugo Broos stellt klar, dass man das ikonische Videomaterial von damals nicht als künstliche Motivationshilfe benötigt, da die aktuelle Generation heiß genug auf den historischen Einzug in die K.o.-Phase sei. NebenOchoa und Aguierre feiert ein weiterer Mexikaner ein großes Jubiläum: Mittelfeld-Motor Edson Álvarez knackt heute Abend im Eröffnungsspiel die magische Marke von exakt 100 Länderspielen.

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