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Super-G-Weltmeisterin Stephanie Venier, im Rahmen eines Pressegesprächs des Österreichischer Skiverbands (ÖSV) zum Thema "Ausblick auf weitere Pläne"
Stephanie Venier hat am Donnerstag ihren Rücktritt verkündet.
Stephanie Venier hat am Donnerstag ihren Rücktritt verkündet.
EXPA / APA / picturedesk.com

„Am Höhepunkt”: Stephanie Venier beendet Karriere

07.08.2025 um 13:24, Marcel Toifl
2 min read
Stephanie Venier hat am Donnerstag ihren Rücktritt aus dem aktiven Skisport verkündet. Mit 31 Jahren beendet die amtierende Super-G Weltmeisterin ihre Karriere.

Stephanie Venier hat ihre Karriere offiziell beendet. Die 31-jährige Tirolerin erklärte ihren Rücktritt bei einer Pressekonferenz in ihrem Heimatort Oberperfuss. Ihren Abschied garnierte sie mit einem Satz, der hängen bleibt: „Wer kann schon sagen, dass man es am Höhepunkt lässt?"

Die ersten Spuren im Weltcup

Venier feierte ihr Weltcup-Debüt im Jänner 2013 in St. Anton. Die ersten Punkte holte sie im Dezember desselben Jahres. Der Durchbruch gelang mit Platz zehn in Lake Louise zwei Jahre später. Im Nachwuchsbereich hatte sie zuvor bereits Gold im Super-G geholt.

Podest und Probleme

2017 fuhr sie in Garmisch erstmals aufs Weltcup-Podest. Kurz darauf gewann sie WM-Silber in der Abfahrt von St. Moritz. Die Nominierung kam überraschend: „Ich bin nur gefahren, weil Anna (Veith Anm.) verzichtet hat“ erklärte sie vor einigen Jahren im ORF. Es folgten Jahre ohne Konstanz. Der erste Weltcupsieg gelang 2019 – erneut in Garmisch.

Danach verlor sie den Anschluss an die Spitze. Die Rückkehr gelang erst 2024. In Cortina siegte sie in der Abfahrt, in Crans-Montana im Super-G. Die Form stimmte wieder. Doch hinter den Kulissen rumorte es. Venier kritisierte nach der Heim-WM öffentlich Cheftrainer Roland Assinger: „Es geht nicht, wie man mit uns redet“, so Venier im ORF. Der Verband hielt dennoch an Assinger fest.

Goldene Momente

Am 6. Februar 2025 holte sie bei der WM in Saalbach-Hinterglemm die erste österreichische Goldmedaille. Im Super-G verwies sie die Konkurrenz auf die Plätze. Mit 31 Jahren wurde sie zur ältesten Weltmeisterin der Disziplin. Einige Tage später holte sie Bronze in der Team-Kombination. Zusammen mit Katharina Truppe wurde sie zur erfolgreichsten Österreicherin der Heim-WM.

Schlussstrich am Gipfel

Am Donnerstag sagte sie dann offiziell ab. Kein weiteres Jahr, keine Olympischen Spiele. Die Weltmeisterschaft im eigenen Land sei auch nicht durch olympische Spiele zu toppen.

Dreimal stand sie in ihrer Karriere ganz oben. Zwölfmal auf dem Podest. Bei Olympia blieb ihr der Erfolg verwehrt. 2018 schied sie in der Abfahrt von Pyeongchang aus. In Cortina, dem Ort ihres letzten Weltcupsieges, hätte sie 2026 ein Comeback erleben können. Doch Venier ließ es sein. „Ich hab’s gespürt. Ich wollte nicht mehr müssen“, erklärte sie auf der Pressekonferenz.

Ihr Preisgeld summierte sich laut FIS auf 601.000 Schweizer Franken (rund 639.000 Euro). Abseits der Piste bleibt sie dem Skisport verbunden.  Verlobt ist sie mit ÖSV-Kollege Christian Walder.

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