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Ried vs LASK: Didi Kühbauer sorgt nach dem Spiel für einen Trainer-Eklat.
Ried vs LASK: Didi Kühbauer sorgt nach dem Spiel für einen Trainer-Eklat.
Ried vs LASK: Didi Kühbauer sorgt nach dem Spiel für einen Trainer-Eklat.
Andreas Tischler / picturedesk.com

ÖFB-Cup: Kühbauer sorgt für Eklat

19.03.2026 um 09:19, Yunus Emre Kurt
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Ried – LASK: Kühbauer steht nach dem ÖFB-Cup-Derby im Fokus. LASK zieht ins Finale ein, doch ein Trainer-Zoff sorgt für Aufsehen.

Ried – LASK: Kühbauer steht nach dem hitzigen Cup-Derby im Mittelpunkt. Der LASK setzt sich im ÖFB-Cup-Halbfinale mit 2:1 nach Verlängerung gegen Ried durch und zieht ins Finale ein. Vor 7.336 Zuschauerinnen und Zuschauern fällt die Entscheidung erst in der 108. Minute durch ein Eigentor von Nikki Havenaar.

Spielverlauf und entscheidende Szenen

Ried startet aktiver in die Partie und kommt früh zu Chancen. Philipp Pomer und Antonio van Wyk scheitern jedoch am Linzer Torhüter Lukas Jungwirth. Der LASK findet erst später ins Spiel. Samuel Adeniran trifft zunächst die Stange, auch Saša Kalajdžić bleibt ohne Torerfolg. Nach der Pause geht Ried in Führung. Fabian Rossdorfer trifft zum 1:0, ehe Adeniran kurz darauf ausgleicht.

Emotionen und Derby-Atmosphäre

Das Spiel ist geprägt von intensiven Zweikämpfen und einer aufgeheizten Atmosphäre. Die Fans sorgen für eine lautstarke Kulisse. Ried zeigt eine starke Leistung, verpasst jedoch knapp den Einzug ins Finale.

Kühbauer sorgt für Eklat

Für zusätzliche Brisanz sorgte nach dem Schlusspfiff eine Szene abseits des Rasens. LASK-Trainer Didi Kühbauer verweigerte seinem Rieder Pendant Maximilian Senft den Handshake. Er begründet dies mit der Art und Weise, wie Senft seine Mannschaft coacht, und erklärt, ein Handschlag werde künftig nicht mehr stattfinden. Er zeigt sich von der aus seiner Sicht zu emotionalen Präsentation Senfts auf der Bank und von der Aufforderung zu Rudelbildungen irritiert und sieht für sich „kein Zurück“.

Reaktionen auf den Trainer-Zoff

Senft zeigte sich über die verweigerte Geste irritiert. Er betont, er suche als Verlierer immer den Weg zum gegnerischen Trainer und habe so einen Ablauf noch nie erlebt. Zwischen den beiden Trainern habe es während des Spiels nach seiner Darstellung keinen Konflikt gegeben; das Publikum könne sich dazu ein eigenes Bild machen. Sportlich lobt Senft die Vorstellung seiner Mannschaft. Er spricht von einem emotionalen Spiel mit vielen Strafraumszenen und einem klaren Chancenplus für Ried. Es sei eine der besten Leistungen in dieser Saison gewesen, die knappen Entscheidungen rund um das aberkannte Tor von Steurer empfinde er als bitter. 

Kühbauer wiederum beurteilt die Leistung seiner Mannschaft kritisch. Er hält fest, es sei eines der schwächeren Spiele seines Teams gewesen, geprägt von vielen hohen Bällen und Standardsituationen. Entscheidend sei am Ende aber der Finaleinzug. Den Sieg in Ried bezeichnet er als besonderes Erlebnis auch wegen der Stimmung und bedankt sich ausdrücklich bei den Rieder Fans. Im Vorfeld hatte Kühbauer betont, wie wichtig die richtige Einstellung in einem K.-o.-Duell sei. Sein Team müsse von der ersten Minute an bereit sein, die passende Mentalität zeigen und das Match auch für die eigenen Fans gewinnen. Auch aus der Mannschaft kam Zuversicht. Spieler hoben hervor, dass sie sich sehr auf das Spiel freuten, gut vorbereitet und mental auf einen intensiven Abend eingestellt seien.

LASK im Finale

Mit dem hart erkämpften Auswärtssieg in Ried hat der LASK nun die Chance, eine intensive Woche mit den Spielen gegen Hartberg, Ried und Rapid mit einem historischen Titelgewinn im Mai zu krönen. Vor dem Derby spielten die Linzer in der Meisterrunde 0:0 gegen die TSV Hartberg, Adeniran traf zuletzt bereits gegen den WAC. Kalajdžić, der als Einfädler in der Offensive vorgesehen ist, steht zudem wieder im ÖFB-Nationalteam von Teamchef Ralf Rangnick für die Testspiele gegen Ghana und Südkorea.

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