Direkt zum Inhalt
Der GAK kassierte bei Rapid eine historische 0:8-Niederlage.
Rapid Wien vs. GAK: Acht Gegentore, fassungslose Spieler und ein Trainer unter enormem Druck.
Rapid Wien vs. GAK: Acht Gegentore, fassungslose Spieler und ein Trainer unter enormem Druck.
APA-Images / APA / MAX SLOVENCIK

„Das war’s“: Jetzt drohen beim GAK Konsequenzen

17.08.2026 um 09:04, Yunus Emre Kurt
min read
SK Rapid Wien gegen GAK: Nach dem historischen 0:8-Debakel des GAK bei Rapid wächst der Druck auf Trainer Ferdinand Feldhofer enorm.

Beim GAK herrscht nach einem rabenschwarzen Fußballabend Alarmstufe Rot. Die Grazer gingen am Sonntag in der dritten Runde der Bundesliga bei Rapid mit 0:8 unter und präsentierten sich im Allianz Stadion über weite Strecken völlig chancenlos. Für Trainer Ferdinand Feldhofer könnte die historische Niederlage nun weitreichende Konsequenzen haben. TV-Experte und Rapid-Legende Hans Krankl glaubt bereits an einen baldigen Trainerwechsel.

GAK erlebt Debakel gegen Rapid

Schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff war Ferdinand Feldhofer die Enttäuschung deutlich anzumerken. Der GAK-Trainer bezeichnete die Vorstellung seiner Mannschaft als „grottenschlecht“ und räumte ein, dass sein Team von Beginn an unter die Räder gekommen sei. Für Feldhofer war die Pleite sogar der schlimmste sportliche Moment seiner bisherigen Karriere als Spieler und Trainer.

Der Coach entschuldigte sich bei allen Anhängern und Sympathisanten des Grazer Traditionsklubs. Seine Mannschaft habe sowohl vor als auch nach der Pause versagt und gegen Rapid keine echte Chance gehabt. Die schonungslose Analyse dürfte allerdings nur der Beginn einer äußerst ungemütlichen Woche für den Trainer sein.

Krankl sieht für Feldhofer schwarz

Nach dem 0:8 rückt vor allem die Zukunft Feldhofers in den Mittelpunkt. Hans Krankl ließ bei seiner Analyse auf Sky kaum Zweifel daran, wie er die Situation einschätzt. „Ich glaube, das war’s“, erklärte die österreichische Fußball-Legende. Aus seiner Sicht habe es rund um den Trainer bereits vor dem Debakel Unruhe gegeben.

Krankl verwies dabei auch auf ein Transparent der GAK-Fans, auf dem die Ablöse des Trainers gefordert worden war. „Ich glaube, da stimmt einiges nicht“, sagte der frühere Teamchef. Für Feldhofer sehe er deshalb „schwarz“, auch wenn er dem GAK-Coach persönlich weiterhin alles Gute wünsche.

Rapid überrollt die Grazer

Wie dramatisch die Lage beim GAK ist, zeigte sich bereits in den ersten Minuten der Partie. Rapid führte nach nur einer Viertelstunde mit 3:0. Ercan Kara traf doppelt, danach legte Tonni Adamsen nach. Noch vor der Pause erhöhten Nenad Cvetkovic und erneut Adamsen auf 5:0.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf nichts. Yusuf Demir erzielte das 6:0, ehe Adamsen mit zwei weiteren Treffern seinen Viererpack perfekt machte. Vor 17.651 Zuschauern feierten die Hütteldorfer damit ihren achten Sieg im achten Pflichtspiel der Saison.

Für Rapid war es zugleich der höchste Ligaerfolg seit beinahe 41 Jahren. Auch damals war der Gegner der GAK gewesen: Im September 1985 setzten sich die Wiener sogar mit 10:0 durch. Kara schrieb ebenfalls Geschichte und wurde mit seinen beiden Treffern zum Rekordtorschützen im vor zehn Jahren eröffneten Allianz Stadion.

GAK muss gegen Ried reagieren

Beim GAK soll die Niederlage jedenfalls nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Feldhofer kündigte an, das Spiel ausführlich mit der Mannschaft aufzuarbeiten und notwendige Konsequenzen zu ziehen. Nach einem derart einschneidenden Ergebnis könne man nicht einfach in den normalen Trainingsalltag zurückkehren.

Viel Zeit bleibt den Grazern allerdings nicht. Bereits am Freitag wartet mit Ried der nächste Gegner. Feldhofer fordert dabei ein völlig anderes Gesicht seiner Mannschaft. Ob er selbst dann noch als Cheftrainer an der Seitenlinie stehen wird, ist nach der historischen 0:8-Watschn und Krankls deutlichen Aussagen offener denn je.

more