Rangnick vor nächster OP: „Es ist schlechter geworden“
Ralf Rangnick steht vor der nächsten Operation. Der österreichische Teamchef wird sich am 23. November erneut am rechten Sprunggelenk operieren lassen. Es wäre bereits der fünfte Eingriff seit Beginn seiner langwierigen Beschwerden. Diesmal soll das obere Sprunggelenk versteift werden. Rangnick hofft, nach rund eineinhalb Jahren mit Schmerzen langfristig wieder normal und möglichst schmerzfrei gehen zu können.
Operation für 23. November geplant
Der Termin steht bereits fest: Nach den beiden letzten Länderspielen des Jahres wird Rangnick am 23. November operiert. Österreich trifft zuvor am 14. November in Linz auf Irland und am 17. November in Debrecen auf Israel.
Der Eingriff wurde damit bewusst hinter das Nations-League-Doppel gelegt. Rangnick kann die beiden Partien noch wie geplant betreuen. Für die Zeit danach wurde bislang weder eine längere berufliche Auszeit noch eine interimistische Lösung als Teamchef angekündigt.
Bei der Operation soll das obere rechte Sprunggelenk versteift werden. Rangnick bezeichnete den geplanten Eingriff selbst als etwas, das dramatischer klinge, als es hoffentlich tatsächlich sei.
„Es ist eigentlich schlechter geworden“
Bei der jüngsten Kaderbekanntgabe sprach der 68-Jährige ungewöhnlich offen über seinen Zustand. „Es ist nicht besser, sondern eigentlich schlechter geworden“, erklärte Rangnick.
Die Beschwerden hätten sich in den vergangenen Wochen und Monaten eher verstärkt. Nach mehreren medizinischen Gesprächen entschied er sich deshalb für den weiteren Eingriff.
Seine Hoffnung ist klar: Durch die Versteifung soll langfristig wieder ein möglichst schmerzfreies Gehen möglich werden. Eine Garantie dafür gibt es naturgemäß nicht. Rangnick selbst geht nach den Gesprächen mit seinen Ärzten aber davon aus, dass die Chancen dafür gut stehen.
Vier Eingriffe und ein hartnäckiger Keim
Die Leidensgeschichte des ÖFB-Teamchefs zieht sich bereits seit dem Frühsommer 2025. Damals wurde Rangnick wegen Verschleißerscheinungen am rechten Sprunggelenk operiert.
Nach dem ersten Eingriff kam es zu Komplikationen. Eine Entzündung sowie später ein hartnäckiger Keim machten weitere Operationen notwendig. Insgesamt wurde Rangnick seither viermal am betroffenen Sprunggelenk operiert.
Die gesundheitlichen Probleme waren auch rund um das Nationalteam immer wieder sichtbar. Rangnick verwendete zeitweise Krücken, einen Knieroller, ein E-Bike oder ein Golfcart, um längere Wege bewältigen zu können.
Dieses Ziel hat Rangnick für März
Trotz der langen Vorgeschichte blickt Rangnick bereits nach vorne. Sein persönliches Ziel ist der nächste ÖFB-Lehrgang im März 2027.
Bis dahin möchte sich der Teamchef wieder ohne Knieroller oder Golfcart auf dem Trainingsplatz bewegen können. Genau das bezeichnete er als sein eigentliches Ziel.
Wie schnell und vollständig die Genesung tatsächlich verläuft, hängt allerdings vom Operationsergebnis und vom weiteren Heilungsprozess ab. Einen medizinisch verbindlichen Zeitpunkt für eine vollständige Beschwerdefreiheit gibt es bislang nicht.