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Ex-ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel am Dienstag, 05. April 2022, im Rahmen eines Festakts zum Thema "Verdienste um den Sport in Österreich" in Wien
Nach lebensgefährlicher Muschelvergiftung wieder auf dem Weg der Besserung: Ex-ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel.
Nach lebensgefährlicher Muschelvergiftung wieder auf dem Weg der Besserung: Ex-ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

"Schutzengel": Ex-ÖSV-Boss über lebensgefährliche Vergiftung

28.09.2026 um 15:10, Marcel Toifl
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Peter Schröcksnadel spricht über seine lebensgefährliche Muschelvergiftung in Kanada, seine Sicht auf Marcel Hirscher und seinen Werdegang als ÖSV-Präsident.

Drama um den langjährigen ÖSV-Präsidenten: Peter Schröcksnadel schwebte nach einer schweren Muschel-Vergiftung in akuter Lebensgefahr. Der 85-jährige Tiroler erlitt die gefährliche Intoxikation während eines Aufenthalts in Kanada und verdankt sein Überleben nach eigenen Angaben nur einem Schutzengel.

​Schock in Kanada: Lebensgefährliche Muschelvergiftung

Wochenlang war es um den einst mächtigsten Mann des österreichischen Skisports still geworden. Der Grund für seine Unerreichbarkeit war ein dramatischer medizinischer Notfall im Ausland: Während einer Kanada-Reise zog sich Peter Schröcksnadel durch den Verzehr einer kontaminierten Muschel eine extrem schwere Vergiftung zu, wie er in einem Interview mit oe24 erzählt.

Die Toxine führten zu einem lebensbedrohlichen Zustand, der dem 85-Jährigen alles abverlangte. Erst nach intensiver medizinischer Betreuung und einer langwierigen Erholungsphase geht es dem Tiroler schrittweise besser. „Scheinbar hab ich einen Schutzengel, sonst überleb ich die Muschel nicht“, erzählt Schröcksnadel dem Boulevard-Blatt. Trotz der schweren körperlichen Belastung blicke er optimistisch nach vorne: Der Ex-ÖSV-Chef ist zuversichtlich, pünktlich zur neuen Wintersaison wieder selbst auf den Ski zu stehen.

​Prominente Comebacks: Hirscher, Vonn und Braathen im Fokus

Neben seiner Genesung verfolgt der Tiroler das Geschehen im Skizirkus weiterhin aufmerksam und zeigt sich begeistert von den aktuellen Entwicklungen. Besonders das Comeback von Marcel Hirscher findet seinen vollen Zuspruch. Dass der achtfache Gesamtweltcupsieger künftig für die Niederlande an den Start geht, sieht er als Gewinn: Es steigere die weltweite Aufmerksamkeit für den Skisport enorm.

Schröcksnadel erinnert in diesem Zusammenhang an die Wurzeln von Hirschers Skimarke Van Deer: Ursprünglich unterstützte der ÖSV mit Hilfe des heutigen Van-Deer-Co-Geschäftsführers Toni Giger die Firma Augment bei der Entwicklung von Sprungski, ehe diese im neuen Ski-Imperium aufging.

Auch den Nationenwechsel von Lucas Braathen zu Brasilien bewertet Schröcksnadel als hervorragenden Impuls für den Weltcup. Die Rückkehr von US-Superstar Lindsey Vonn mit 40 Jahren sieht er ebenfalls positiv – wenngleich er einräumt, dass die US-Amerikanerin nach ihren früheren schweren Verletzungen weiterhin mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen habe.

​Der Werdegang des langjährigen ÖSV-Machers

Peter Schröcksnadel, geboren am 30. Juli 1941 in Innsbruck, prägte den österreichischen Wintersport über Jahrzehnte wie kein anderer. Von 1990 bis Juni 2021 stand er als Präsident an der Spitze des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) und führte diesen zu zahlreichen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgen. Später übernahm er Funktionen als Vizepräsident des ÖOC sowie des Internationalen Skiverbandes (FIS).

Neben seinen sportpolitischen Funktionen ist Schröcksnadel als erfolgreicher Unternehmer tätig. 1964 gründete er die Firma Sitour, die Pistenleitsysteme herstellt, und baute ab 1978 mit der Feratel Media Technologies AG ein weltweites Netz an Panorama- und Wetterwebcams auf. Zudem hält die Familiengruppe über die Vereinigten Bergbahnen GmbH Beteiligungen an zahlreichen bedeutenden Skigebieten in Österreich, darunter am Großglockner, dem Hochficht oder dem Kasberg.

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