Patrick Pentz: Kurz vor der WM folgt der Rückschlag
Inhalt
- Derby entwickelt sich zum Krimi
- Moukoko entscheidet die Partie
- Keine internationale Bühne für Pentz
- Besonderes Ligasystem sorgt für Playoff
Bitterer Rückschlag für ÖFB-Teamtorhüter Patrick Pentz kurz vor der Weltmeisterschaft: Sein Klub Bröndby IF hat das entscheidende Playoff um das letzte internationale Ticket verloren und wird kommende Saison nicht im Europacup vertreten sein.
Im Derby gegen den FC Kopenhagen setzte es zuhause eine dramatische 1:3-Niederlage nach Verlängerung. Besonders schmerzhaft: Bröndby stand zwischenzeitlich kurz vor dem erhofften Conference-League-Ticket.
Derby entwickelt sich zum Krimi
Die Partie entwickelte sich vor ausverkauftem Haus schnell zu einem intensiven Schlagabtausch. Beide Mannschaften lieferten sich über weite Strecken ein umkämpftes Derby mit zahlreichen Zweikämpfen und hoher Intensität.
Lange Zeit schien alles auf eine torlose Entscheidung hinauszulaufen. Erst in der 77. Minute brachte Aurelio Buta den FC Kopenhagen in Führung und sorgte für Ernüchterung bei Bröndby und Patrick Pentz.
Doch die Antwort der Gastgeber folgte prompt: Nur drei Minuten später traf Mads Frökjaer-Jensen zum umjubelten Ausgleich und rettete Bröndby in die Verlängerung.
Moukoko entscheidet die Partie
In der Verlängerung kippte das Spiel endgültig zugunsten des FC Kopenhagen. Joker Youssoufa Moukoko avancierte dabei zum Matchwinner. Der ehemalige Dortmund-Stürmer traf in der 103. Minute zum 2:1 und brachte die Gäste erneut in Front. Bröndby warf danach zwar noch einmal alles nach vorne, doch die große Wende blieb aus.
Besonders bitter für Pentz und Co.: Ein vermeintlicher Ausgleichstreffer in der 113. Minute wurde wegen Abseits aberkannt. Zusätzlich schwächte sich Bröndby durch einen Platzverweis für Mayckel Lahdo selbst. In der hektischen Schlussphase sorgten mehrere Verletzungsunterbrechungen zusätzlich für Chaos.
In der Nachspielzeit der Verlängerung machte Moukoko schließlich alles klar und traf in der 120.+3 Minute zum 3:1-Endstand.
Keine internationale Bühne für Pentz
Für Patrick Pentz bedeutet die Niederlage einen herben Rückschlag. Der Burgenländer wird kommende Saison mit Bröndby nicht international vertreten sein. Gerade mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft hätte der Europacup zusätzliche Argumente im Konkurrenzkampf um den Platz im ÖFB-Tor liefern können.
Dennoch bleibt Pentz weiterhin fixer Bestandteil des österreichischen Nationalteams. Teamchef Ralf Rangnick nominierte den 28-Jährigen gemeinsam mit Alexander Schlager und Florian Wiegele in den WM-Kader. Wer letztlich als Nummer eins ins Turnier startet, ließ Rangnick zuletzt bewusst offen.
Besonderes Ligasystem sorgt für Playoff
Hintergrund des entscheidenden Duells ist das spezielle dänische Ligaformat. Bröndby beendete die Meisterrunde lediglich auf Rang vier und verpasste dadurch die direkte Europacup-Qualifikation. Der FC Kopenhagen sicherte sich dagegen als bestes Team der Abstiegsrunde die Chance auf das letzte internationale Ticket. Durch den Auswärtssieg darf Kopenhagen nun an der Qualifikation zur Conference League teilnehmen.