Bei Mercedes-Debüt: Pole für Verstappen
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen nutzt eine kurze Pause im Grand-Prix-Kalender für einen prestigeträchtigen Gastauftritt in der Eifel. Beim heutigen Lauf der NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie), dem 58. ADAC Barbarossapreis, feiert der Niederländer seine Rennpremiere auf der legendären Nordschleife. Bereits im Zeittraining unterstrich er seine Ausnahmestellung und sicherte sich souverän die Poleposition auf dem Nürburgring.
Einsatz auf der Nordschleife
Zwischen den Formel-1-Rennen in China und Japan zog es Max Verstappen für einen besonderen Testeinsatz an den Nürburgring. Am Samstag griff er im Rahmen der NLS erstmals in das Steuer eines GT3-Boliden auf der Kombination aus Sprintstrecke und Nordschleife. Verstappen pilotiert an diesem Wochenende einen Mercedes-AMG GT3, um wichtige Kilometer für seine geplante Teilnahme am Langstreckenklassiker im Mai zu sammeln.
Qualifying und Poleposition
Im Qualifying der NLS bewies der Weltmeister sofort, dass er auch mit Dach über dem Kopf zu den Schnellsten gehört. Mit einer Rundenzeit von 7:51.751 Minuten deklassierte er die Konkurrenz am Nürburgring und sicherte sich den ersten Startplatz. Sein Vorsprung von fast zwei Sekunden auf den Zweitplatzierten ist auf der über 24 Kilometer langen Strecke eine beeindruckende Ansage, besonders da kurz nach seiner Bestzeit eine Code-60-Phase weitere schnelle Runden verhinderte.
Stimmen nach der Bestzeit
Nach der schnellen Runde am Nürburgring blieb Max Verstappen gewohnt sachlich. „Du brauchst ja immer ein bisschen Glück hier mit Verkehr. Und ich glaube, in meiner Runde dann war nicht so viel Verkehr da drin. Ja, das war eigentlich, glaube ich, die einzige Runde ohne Code 60“, erklärt er den Verlauf des Qualifyings.
Auch mit dem für ihn noch ungewohnten Arbeitsgerät zeigte er sich zufrieden: „Das Gefühl im Auto ist jedenfalls sehr gut. Natürlich müssen wir uns als Fahrer erst noch richtig auf den Wagen einschießen, aber ich muss sagen: Gestern war bereits ein sehr guter Tag und jetzt kommt auch noch die Sonne raus - das passt perfekt.“
Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen
Der heutige NLS-Lauf dient primär als Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen im Mai. Verstappen teilt sich das Cockpit mit den Profis Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella. „Für mich geht es heute vor allem darum, die Boxenstopps zu üben. In der Formel 1 gibt es keine Fahrerwechsel, deshalb fehlt mir da natürlich noch die Routine. Ich brauche einfach noch mehr Erfahrung bei den Abläufen“, gibt Max Verstappen offen zu.
Die Augen der Motorsportwelt richten sich nun auf das vierstündige Rennen, in dem der F1-Star zeigen muss, wie er sich im dichten Verkehr der Grünen Hölle schlägt.