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Mika Vermeulen im Schnee
Mika Vermeulen lüftet ein Skisport-Geheimnis.
Mika Vermeulen lüftet ein Skisport-Geheimnis.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

ÖSV-Skistar packt aus: "Plastilin in Unterwäsche"

15.01.2026 um 15:52, Jovana Borojevic
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Ein ÖSV-Skistar sorgt für Wirbel. Nach dem WM-Anzugskandal spricht Mika Vermeulen offen über Betrug im Skispringen und schockiert mit Aussagen über Plastilin.

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Die Skisprung-Welt blickt seit der WM in Trondheim im März 2025 nicht mehr unbeschwert auf den Sport. Ein massiver Anzugskandal brachte Manipulationsvorwürfe, Disqualifikationen und eine hitzige Debatte über Fairness und Betrug ans Licht. Was lange als offenes Geheimnis galt, rückte plötzlich ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. 

FIS greift härter durch

Als Reaktion zog der Weltverband FIS die Zügel an. Seit dem Skandal werden Anzüge und Körpermaße deutlich strenger kontrolliert, Messungen erfolgen häufiger und genauer. Ziel ist es, Graubereiche zu schließen und Manipulationen konsequenter zu ahnden. Kritiker merken jedoch an, dass die Strafen weiterhin zu mild seien und abschreckende Wirkung vermissen lassen. 

ÖSV-Star packt aus

Nun heizt ein Österreicher die Diskussion weiter an. Langlauf-Star Mika Vermeulen spricht in einem norwegischen Podcast offen über Betrug im Skispringen und in der Nordischen Kombination. Er berichtet aus seiner aktiven Zeit als Kombinierer und erhebt schwere Vorwürfe gegen frühere Konkurrenten und die damalige Kultur im Sport. 

Plastilin als verbotenes Hilfsmittel

"Die Leute haben ständig betrogen. Sie stopften tonnenweise Plastilin in ihre Unterwäsche, um einen größeren Schritt zu erzielen", so Vermeulen gegenüber NRK.  Dadurch werde mehr Anzugfläche erzeugt, was in der Luft einen klaren Vorteil bringe. Besonders brisant ist seine Aussage, dass er selbst von älteren Springern zu solchen Regelverstößen aufgefordert worden sei. Laut Vermeulen seien diese Athleten heute nicht mehr im Weltcup aktiv. 

Warnung vor gefährlicher Kultur

Der ÖSV-Athlet warnt eindringlich vor einer Kultur, in der Betrug verharmlost werde. Wenn Regelverstöße nicht hart bestraft würden, entstehe ein Umfeld, in dem Schlupflöcher gesucht und Risiken bewusst in Kauf genommen würden. Seine Forderung ist klar. „Wenn man beim Betrügen erwischt wird, sollte man für einen längeren Zeitraum gesperrt werden. Es sollte keine Karten geben. Man hat betrogen“, sagt er im Gespräch mit dem Sender NRK.

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