Feller gesteht: "Habe nicht mehr daheim angerufen"
Skistar Manuel Feller hat ungewohnt private Einblicke in sein Familienleben gewährt. Im Podcast „Papa Mia!?“ spricht der 33-jährige Tiroler offen über die Schattenseiten des Leistungssports und das Vatersein aus der Distanz.
Während der Weltcup-Saison sowie in den intensiven Vorbereitungsphasen sieht der Slalom-Spezialist seine zwei Kinder oft über mehrere Wochen hinweg nicht, was für ihn eine große emotionale Belastung darstellt.
Emotionale Einblicke im Podcast
Die ständige Trennung auf Reisen hinterlässt beim ÖSV-Profi Spuren. Wenn die Kinder am Telefon weinen, weil der Papa nicht zu Hause ist, tue das „richtig weh“, gesteht der Kitzbüheler Rennläufer ehrlich im Gespräch.
Feller sieht dabei deutliche Parallelen zu seinen eigenen Kindheitserfahrungen: „Als ich zehn Jahre alt war und mit meinen Eltern telefoniert habe, habe ich jeden Tag geweint“, erinnert sich Manuel Feller, weshalb er den Schmerz seiner eigenen Sprösslinge heute besonders gut nachvollziehen kann.
Kontakt nach Hause teilweise gemieden
Um dem eigenen emotionalen Schmerz und den Tränen am Telefon zu entgehen, griff der Rennläufer in der Vergangenheit zu einer drastischen Maßnahme. Er vermied den Kontakt in die Heimat teilweise bewusst: „Ich habe mich teilweise sogar distanziert, um dem Schmerz zu entgehen, habe nicht mehr daheim angerufen“, verrät Feller im Podcast.
Durch diese Distanz habe er in gewisser Weise auch den Bezug zu seinen Kindern und seiner Frau verloren. Im Rückblick bereue der ÖSV-Star dieses Verhalten jedoch zutiefst.
Blick auf den kommenden Weltcup-Winter
Sportlich richtet sich der Blick des Tirolers nun wieder voll auf die Zukunft. Der Weltklasse-Athlet befindet sich mitten in den Vorbereitungen auf den kommenden Weltcup-Winter, nachdem er die abgelaufene Saison nach den Olympischen Spielen im März vorzeitig beendet hatte.
Die Pause nutzte Feller unter anderem für eine Rückenoperation. In der anstehenden Saison möchte es der 33-Jährige noch einmal wissen und im Slalom-Weltcup voll angreifen.