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Kameramann des Rundfunkspielers bei der UEFA Europa League Spiel Shakhtar Donetsk / Roma im NSC Olimpiyskyi Stadion in Kiew.
Europa-League-Finale: Der SC Freiburg könnte erstmals einen internationalen Titel gewinnen.
Europa-League-Finale: Der SC Freiburg könnte erstmals einen internationalen Titel gewinnen.
katatonia82 / Shutterstock.com

Europa League: Hier läuft das Finale live im TV

20.05.2026 um 10:43, Yunus Emre Kurt
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Philipp Lienhart steht mit dem SC Freiburg vor dem größten Spiel seiner Karriere. Im Europa-League-Finale wartet mit Aston Villa ein Schwergewicht aus England.

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Der SC Freiburg steht vor dem größten Spiel der Vereinsgeschichte. Im Europa-League-Finale trifft das Team von Julian Schuster am Mittwochabend (21 Uhr) im Istanbuler Vodafone Park auf Aston Villa. Mittendrin: ÖFB-Teamspieler Philipp Lienhart, der mit den Breisgauern den ersten internationalen Titel der Klubgeschichte holen will. 

Für den Innenverteidiger könnte sich damit ein besonderer Kreis schließen. Zwar gewann Lienhart in jungen Jahren bereits zweimal die Champions League mit Real Madrid, damals blieb er jedoch ohne Einsatz. Nun ist der Niederösterreicher Führungsspieler und Fixpunkt in Freiburgs Defensive und steht vor dem wohl wichtigsten Spiel seiner Karriere. Kurz vor der Weltmeisterschaft bietet sich dem ÖFB-Legionär damit die Chance auf einen internationalen Titel.

Freiburg vor historischem Abend

Die Euphorie rund um den Sport-Club ist riesig. Noch nie zuvor erreichte Freiburg ein großes europäisches Finale. Bereits die bisherigen Achtelfinal-Teilnahmen galten als historische Erfolge, nun winkt sogar der ganz große Coup. 

Der Weg ins Endspiel war beeindruckend. Zuletzt feierte Freiburg einen spektakulären 4:1-Erfolg gegen RB Leipzig und tankte damit zusätzlich Selbstvertrauen. Auch offensiv präsentierten sich die Deutschen in den vergangenen Wochen stark. In den letzten fünf Pflichtspielen erzielte Freiburg insgesamt elf Treffer. 

Trainer Julian Schuster weiß aber auch um die Schwierigkeit der Aufgabe. „Wir haben im Vorfeld einiges von Aston Villa angeschaut und ein klares Bild von ihnen bekommen“, erklärte der Freiburg-Coach. „Sie haben enorme Qualität, viel Ruhe am Ball und vorne Spieler, die sich blind verstehen.“

Lienhart als Abwehrchef gefragt

Besonders in der Defensive wird auf Philipp Lienhart viel Verantwortung lasten. Gemeinsam mit Matthias Ginter soll der ÖFB-Legionär die gefährliche Offensive der Engländer rund um Ollie Watkins stoppen. Personell muss Freiburg allerdings auf wichtige Kräfte verzichten. Sowohl Patrick Osterhage als auch Yuito Suzuki fallen verletzt aus. Vor allem Suzuki hinterlässt mit seinen vier Treffern im laufenden Bewerb eine Lücke. 

Die Hoffnungen ruhen daher vor allem auf Spielern wie Vincenzo Grifo, Maximilian Eggestein und eben Lienhart. Gerade Grifo zeigte sich zuletzt treffsicher und soll im offensiven Mittelfeld für kreative Momente sorgen.

Aston Villa reist als Favorit an

Die Engländer gehen dennoch mit breiter Brust ins Finale. Aston Villa zählt aktuell zu den formstärksten Teams der Premier League und kämpft in England um einen Champions-League-Platz. Vor allem der jüngste 4:2-Erfolg gegen Liverpool sorgte europaweit für Aufsehen. Auch Trainer Unai Emery bringt enorme Erfahrung mit. Der Spanier gewann die Europa League bereits mehrfach und gilt als absoluter Spezialist für internationale Bewerbe. 

Im Tor setzt Villa auf Weltmeister Emiliano Martínez, während Ollie Watkins und Emiliano Buendía offensiv den Unterschied machen sollen. Trotz einiger Ausfälle im Mittelfeld verfügen die Engländer über enorme individuelle Qualität. „Viele ihrer Spieler sind im besten Fußballalter“, meinte Schuster vor dem Endspiel. „Sie haben große internationale Erfahrung und enorme Ruhe in ihrem Spiel.“

Hier läuft das Finale live im TV

Das Europa-League-Finale wird in Österreich live und exklusiv bei Canal+ übertragen. Johannes Hofer kommentiert die Partie, Stefan Oesen ist als Co-Kommentator im Einsatz. Im Studio analysieren Johnny Ertl, Georg Teigl und Robert Almer das Endspiel. Die Vorberichterstattung startet bereits um 20 Uhr. 

Auch Fußballfans ohne Pay-TV-Abo kommen auf ihre Kosten: Das Finale wird zusätzlich im Free-TV auf RTL gezeigt. Dort beginnt die Übertragung inklusive Vorberichte um 20:15 Uhr. Einen Livestream gibt es außerdem über RTL+.

Große Chance für Freiburg

Gespielt wird im Vodafone Park vor rund 42.500 Zuschauern. Für Freiburg geht es dabei nicht nur um den Pokal. Der Sieger qualifiziert sich automatisch für die Champions League und den UEFA-Supercup. Für Philipp Lienhart wäre ein Triumph zudem ein historischer Meilenstein. Nach Kevin Danso könnte der Innenverteidiger erst der zweite ÖFB-Spieler werden, der mit seinem Klub die Europa League gewinnt.

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