Die Snowboard-Queen privat: Das ist Daniela Ulbing

Als 19-Jährige ist Daniela Ulbing 2017 sensationell Weltmeisterin im Parallel-Slalom geworden. Seither hat sich die Kärntnerin in der Snowboard-Weltklasse festgesetzt. Darum tritt sie auch bei Olympia als absolute als Medaillen-Kandidatin an.
Autor: Philipp Eitzinger, 01.02.2022 um 13:30 Uhr

Sie wird eine Woche nach Ende der olympischen Spiele in Peking 24 Jahre alt, stammt aus Drobollach am Faaker See und fährt als Führende im laufenden Parallel-Weltcup der Snowboarder nach China. 

Erfolg als Teenager

Gleich ihren allerersten Bewerb bei einem Großereignis gewann Ulbing: Wenige Tage nach ihrem 19. Geburtstag besiegte sie bei der WM 2017 im Finale des Parallel-Slalom niemand geringere als Ester Ledecká. Ein Jahr später war sie der tschechischen Ski- und Snowboard-Expertin im Olympia-Viertelfinale von Pyeongchang unterlegen. Dort gab es eine Schrecksekunde, als ein Eichhörnchen unmittelbar vor ihr die Piste kreuzte. Es fehlten nur Zentimeter zur Karambolage...

Im Parallel-Slalom war Ulbing immer stark, eine konstante Top-8-Läuferin, wenn auch die Siege lange ausblieben. Der Parallel-Slalom ist aber nicht olympisch, sondern nur der Parallel-Riesenslalom. Und da hat sich Ulbing immer schwer getan. Bis zum ersten PGS-Sieg im Weltcup zu Beginn der laufenden Saison!

Mit Olympia-Viertem liiert

Vor dieser Saison hat Ulbing das private Glück gefunden: Sie ist mit Felix Oschmautz liiert. Der 22-jährige Kärntner ist Weltklasse im Kanu, schrammte als Vierter bei Olympia in Tokio vor einem halben Jahr nur knapp an einer Medaille vorbei. "Wir sind ins Plaudern gekommen, haben uns besser kennen gelernt und es hat gefunkt", erzählen sie.

Eigentlich war sie Schwimmerin

Wie ihre Schwester Michaela begann die sportliche Karriere von Daniela eigentlich im Schwimmbecken. Bis das Trainingsbad in Villach umgebaut wurde - die 50-Kilometer-Fahrt zum nächsten tauglichen Becken in Spittal war dann zu viel. Michaela sattelte aufs Rudern um, Daniela mit 13 Jahren auf das Snowboard.

Maturantin und Polizistin

Nach Spittal zog es Ulbing dann aber doch, und zwar aufs dortige Sport-BORG. Dieses schloss sie 2017, wenige Monate nach Weltmeistertitel und Parallelslalom-Weltcup-Sieg, mit der Matura ab. Danach nützte sie die Gelegenheit, als Polizeisportlerin ein Sicherheitsnetz zu haben und sich möglichst gut auf den Sport konzentrieren zu können.

Freundin auf zwei Brettern

Eine besonders enge Verbindung herrscht zwischen Ulbing und der alpinen Skiläuferin Nadine Fest, die schon in jungen Jahren eine Trianingsgemeinschaft gebildet haben. Sie teilen sich nicht nur ihre Vorliebe für den Wintersport, sondern auch ein großes Hobby - das Wandern.