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Cornelia Hütter bei der Damen Abfahrt Val di Fassa mit erhobenen Skiern im Zielraum nach Platz zwei im Ski-Weltcup.
Cornelia Hütter jubelt nach ihrer starken Fahrt bei der Damen Abfahrt Val di Fassa.
Cornelia Hütter jubelt nach ihrer starken Fahrt bei der Damen Abfahrt Val di Fassa.
APA-Images / PA / Felice Calabro

Val di Fassa: Hütter verpasst Sieg – ÖSV-Läuferin schreit vor Schmerz

07.03.2026 um 17:55, Anna Kirschbaum
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Drama bei der Damen Abfahrt Val di Fassa: ÖSV-Läuferin Leonie Zegg verletzt sich schwer, Cornelia Hütter verpasst den Sieg um nur eine Hundertstel.

Die Damen Abfahrt Val di Fassa liefert Hochspannung bis zur letzten Läuferin – und endet für Österreich mit einem Wechselbad der Gefühle. Während Cornelia Hütter den Sieg nur um 0,01 Sekunden verpasst, sorgt ein schmerzhafter Sturz einer jungen ÖSV-Hoffnung für dramatische Szenen im Zielraum.

Hundertstel-Krimi bei Damen Abfahrt Val di Fassa

Am Ende jubelt erneut die Italienerin Laura Pirovano, die mit einer Zeit von 1:20,91 Minuten ihren zweiten Sieg in Folge feiert. Hinter ihr landet Cornelia Hütter hauchdünn auf Rang zwei, Corinne Suter komplettiert das Podest.

Hütter verpasst Gold um nur ein Hundertstel

Für Cornelia Hütter ist es ein Rennen der winzigen Abstände. Die Steirerin fährt eine saubere Linie und bringt eine starke Fahrt ins Ziel, muss sich aber knapp geschlagen geben.

„Die Hundertstel bei Olympia waren auf meiner Seite. Den Hundertstel darf man nie nachtrauern, die kommen und gehen, wie sie wollen. Das passt so“, sagt Hütter nach dem Rennen.

Nach einer Saison mit vielen Schwankungen bedeutet der zweite Platz dennoch einen wichtigen Erfolg. „Cool, dass ich wieder auf dem Stockerl stehen kann.“

Mit ihrem Sieg übernimmt Laura Pirovano zugleich die Führung im Abfahrts-Weltcup. Vier Läuferinnen haben vor dem Finale weiterhin Chancen auf die kleine Kristallkugel.

Schmerzensschreie: ÖSV-Läuferin verletzt sich im Zielbereich

Während im Zielraum bereits die Siegerinnen feiern, spielt sich wenige Meter entfernt eine dramatische Szene ab. ÖSV-Abfahrerin Leonie Zegg kommt beim Zielsprung unglücklich auf.

Die 21-Jährige gerät bei der Landung in Rücklage und setzt sich auf ihre Ski. Die Belastung trifft direkt die Knie. Kurz darauf greift sie sich unter Schmerzen ans linke Knie und bricht im Zielraum zusammen.

Betreuer und der ÖSV-Teamarzt eilen sofort zu ihr. Unter sichtbaren Schmerzen wird Zegg aus dem Zielbereich gestützt und anschließend mit dem Akja abtransportiert.

Verdacht auf Kreuzbandriss bei Leonie Zegg

Die junge Vorarlbergerin wird zur weiteren Untersuchung in die Medalp Sportclinic Imst gebracht. Dort übernimmt Knie-Spezialistin Dr. Katja Tecklenburg die medizinische Abklärung.

Nach ersten Informationen besteht Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Für Zegg wäre es ein schwerer Rückschlag. Erst im Jänner hat sie bei ihrem Weltcup-Debüt in Zauchensee als 30. ihren ersten Weltcup-Punkt geholt. 2025 gewann sie außerdem Junioren-WM-Silber im Super-G.

ÖSV-Ergebnisse bei der Damen Abfahrt Val di Fassa

Neben Hütters Podestplatz fährt Ariane Rädler als Sechste ebenfalls ein starkes Rennen.

Weitere ÖSV-Ergebnisse:

Ariane Rädler: 6. Platz
Nadine Fest: 19. Platz
Mirjam Puchner: 29. Platzl

Nina Ortlieb scheidet nach einem Sturz aus, bleibt aber unverletzt.

Letztes Speedrennen vor Weltcup-Finale

In Val di Fassa steht noch ein Rennen auf dem Programm. Am Sonntag folgt ein Super-G, das gleichzeitig das letzte Speedrennen vor dem Weltcupfinale ist.

Für den ÖSV bleibt nach der Damen Abfahrt Val di Fassa vor allem die Hoffnung, dass sich die Verletzung von Leonie Zegg nicht bestätigt. Denn der dramatische Sturz hat den sportlichen Krimi im Zielraum überschattet.

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