Krankheitswelle: Dieses Virus schwächt Austria-Gegner
Für die Wiener Austria geht es am Donnerstagabend um den nächsten großen Schritt Richtung Europacup-Herbst. Im Hinspiel des Play-offs zur Conference League treffen die Veilchen auswärts auf Sporting Braga. Auf dem Papier sind die Portugiesen klarer Favorit, doch eine Krankheitswelle im Kader könnte die Ausgangslage zumindest etwas verändern. Ex-Austria-Stürmer Roland Linz, der einst auch für Braga spielte, traut den Wienern deshalb durchaus eine Überraschung zu.
Braga geht als Favorit ins Duell
Die Rollen vor dem Anpfiff im Estádio Municipal de Braga sind klar verteilt. Sporting Braga verfügt über viel internationale Erfahrung und hat sich in den vergangenen Jahren regelmäßig auf der europäischen Bühne präsentiert. Für die Austria wartet damit eine der schwierigsten Aufgaben der bisherigen Qualifikation.
Die Wiener wollen sich davon aber nicht einschüchtern lassen. Nach dem Weiterkommen in den vorherigen Runden fehlen nur noch zwei Spiele bis zur Ligaphase der Conference League. Ein gutes Ergebnis in Portugal könnte die Ausgangslage für das Rückspiel in Favoriten entscheidend verbessern.
Magen-Darm-Virus legt Braga lahm
Ausgerechnet vor dem wichtigen Europacup-Duell wurde Braga jedoch von einer heftigen Krankheitswelle erwischt. Ein Magen-Darm-Virus breitete sich innerhalb der Mannschaft aus und zwang den Klub sogar dazu, das für Sonntag geplante Ligaspiel gegen Gil Vicente zu verschieben.
Laut Vereinsangaben waren zwischenzeitlich nur zehn Spieler einsatzfähig, darunter drei Torhüter und lediglich sieben Feldspieler. Eingefangen haben soll sich die Mannschaft das Virus während der Europacup-Reise nach Bulgarien.
Der Klub geht allerdings davon aus, dass sich die betroffenen Spieler innerhalb von 48 bis 72 Stunden erholen können. Das Spiel gegen Austria Wien soll deshalb wie geplant stattfinden.
Roland Linz kennt beide Klubs bestens
Einer, der die beiden Vereine besonders gut kennt, ist Roland Linz. Der frühere ÖFB-Teamstürmer absolvierte 205 Pflichtspiele für Austria Wien und erzielte dabei 83 Tore. Auch für Braga lief er 51-mal auf und traf 20-mal.
Im Gespräch mit dem „kicker“ bezeichnete Linz seinen früheren Klub aus Portugal grundsätzlich als deutlichen Favoriten. Gleichzeitig sieht er die Krankheitswelle als möglichen Vorteil für die Austria. Wenn eine Mannschaft wenige Tage vor einem wichtigen Europacup-Spiel derart geschwächt sei, könne das durchaus Auswirkungen haben.
An seine Zeit in beiden Vereinen denkt Linz noch heute gerne zurück. Neben Boavista gehörten Braga und die Austria für ihn zu jenen Stationen, bei denen er sich während seiner Karriere besonders wohlgefühlt habe.
Entscheidung fällt in Wien
Das Hinspiel steigt am Donnerstag um 21.00 Uhr in Braga. Eine Woche später folgt das Rückspiel in Wien. Dort soll endgültig entschieden werden, welcher der beiden Vereine in die Ligaphase der Conference League einzieht.
Für die Austria wäre das Erreichen der Ligaphase sportlich und wirtschaftlich von großer Bedeutung. Umso wichtiger wird es sein, in Portugal eine Ausgangsposition zu schaffen, mit der im Rückspiel noch alles möglich ist.