Will Smith: Boykottieren Fans seinen neuen Film?

Nach der Ohrfeigen-Affäre: Das Sklaven-Drama „Emancipation“ startet am 9. Dezember. Der Schauspieler hat wegen eines möglichen Flops schlaflose Nächte.
Autor: Rudolf Grüner, 02.12.2022 um 13:02 Uhr

Diese Watschn tut wohl noch länger weh – und nicht unbedingt dem, der sie einstecken musste. Wir erinnern uns: Bei der Oscar-Verleihung am 28. März brannten bei Schauspieler Will Smith alle Sicherungen durch, nachdem Comedian Chris Rock einen schlechten Scherz über seine Frau vor der versammelten Film-Welt zum Besten gab.

Sein Schlag in Rocks Gesicht schickte Schock-Wellen um die Welt. Und lässt den Angreifer bis heute nicht los. Nicht nur, weil er für die nächsten zehn Jahre von allen Oscar-Verleihungen ausgeschlossen wurde.

Smith: „Das killt mich!“

Dieser Tage startet international nun sein nächster Film. „Emancipation“ beleuchtet das Leben des Sklaven Peter. Die 120 Millionen Dollar Produktion steht mit dem „Watschn-Gate“ im Hintergrund für viele unter keinem guten Stern. Auch Smith ist sich nicht sicher, ob das Publikum einschalten und in die Kinos gehen wird. Und zwar seinetwegen. Allein die Vorstellung, dass sein Verhalten Schuld an einem möglichen Flop des Dramas sei, bei dem übrigens Regisseur Antoine Fuqua Regier führte, bereite ihm schlaflose Nächte, wie Smith in einem Interview bereitwillig offenbart. „Es ist Antoines absolute Meisterleistung und das ganze Team hat die beste Arbeit seines Lebens abgeliefert", sagt der Schauspieler. "Das killt mich.“

Auf Instagram wünschen ihm zumindest viele seiner Hardcore-Fans alles Gute, geben dem Schauspieler volle Rückendeckung und gestehen, dass sie es kaum mehr erwarten können, bei „Emancipation“ einzuschalten.  

Angst vor Bestrafung

Gegenüber dem Sender Fox 5 versicherte er, dass er Menschen, die den Film aufgrund seines aggressiven Oscar-Auftritts boykottieren wollen, durchaus verstehen könne. „Ich würde das absolut respektieren und jemandem seinen Freiraum lassen, wenn die Person noch nicht bereit ist", so Smith. Dennoch sei jetzt seine größte Hoffnung, dass seine Handlungen nicht das Produktions-Team bestrafen.

Drama demnächst weltweit abrufbar

Im neuen Werk schlüpft Will Smith in die Rolle eines Südstaaten-Sklaven, der sich in den Wirren des Bürgerkrieges in den Norden absetzt, um sich der Unionsarmee anzuschließen. Der Film feiert heute, 2. Dezember, in ausgesuchten US-Kinos seine Premiere und kann ab dem 9. Dezember weltweit über den Streaming-Dienst Apple TV+ abgerufen werden.