Trauer: „Jurassic Park“-Star stirbt überraschend
Inhalt
- Sam Neill ist tot: Familie spricht von plötzlichem und unerwartetem Tod
- Sam Neill sprach offen über seine Krebs-Erkrankung und machte anderen Betroffenen Mut
- Sam Neill wurde mit „Jurassic Park“ weltberühmt und prägte das Kino über Jahrzehnte
Sam Neill ist tot. Ein Gesicht, das Generationen von Kinofans geprägt hat, ist für immer von der Leinwand verschwunden. Der neuseeländische Schauspieler, der mit seiner Darstellung des Paläontologen Dr. Alan Grant in „Jurassic Park“ Filmgeschichte schrieb, starb im Alter von 78 Jahren. Seine Familie machte die traurige Nachricht am Montag über den offiziellen Instagram-Account des Schauspielers öffentlich. Besonders bewegend: Erst wenige Monate zuvor hatte Sam Neill nach seinem jahrelangen Kampf gegen eine seltene Krebserkrankung bekannt gegeben, dass er sich auf dem Weg der Besserung befinde. Sein Tod kommt deshalb für viele Wegbegleiter und Fans völlig unerwartet.
Sam Neill ist tot: Familie spricht von plötzlichem und unerwartetem Tod
Wie aus dem Statement seiner Familie hervorgeht, starb Sam Neill in Sydney (Australien) im Kreis seiner engsten Angehörigen. Die Nachricht löste innerhalb kürzester Zeit weltweit große Betroffenheit aus. Schließlich hatte der Schauspieler erst im April erklärt, den Krebs besiegt zu haben.
„Sam war von seiner Familie umgeben und starb mit der Würde, die sein ganzes Leben geprägt hat“, heißt es in der Mitteilung. Weiter schreiben seine Angehörigen: „Der Verlust kam plötzlich und unerwartet, aber gesegnet durch die Tatsache, dass Sam krebsfrei blieb.“
Die Familie bedankte sich außerdem ausdrücklich beim medizinischen Team des St. Vincent’s Private Hospital für die Betreuung des Schauspielers. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht gemacht. Weitere Informationen sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Bis dahin bitten die Angehörigen darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.
Sam Neill sprach offen über seine Krebs-Erkrankung und machte anderen Betroffenen Mut
Seinen Kampf gegen den Krebs machte Sam Neill nie zu einem Tabuthema. Bei dem Schauspieler war ein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom, eine seltene und aggressive Form des Non-Hodgkin-Lymphoms, diagnostiziert worden. Zunächst unterzog er sich einer Chemotherapie. Als diese nicht mehr den gewünschten Erfolg brachte, erhielt er eine moderne CAR-T-Zelltherapie, durch die er schließlich eine Remission erreichte.
Erst im April verkündete Sam Neill, dass bei ihm kein Krebs mehr nachweisbar sei. Gleichzeitig nutzte er seine Bekanntheit, um auf neue Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen und anderen Erkrankten Hoffnung zu geben.
Über die Chemotherapie sagte der Schauspieler rückblickend: „Eine ziemlich miserable Angelegenheit, aber sie hielt mich am Leben.“ Ebenso offen sprach er über seine Einstellung zum Tod. Angst davor habe er nicht, erklärte Sam Neill. Viel mehr habe ihn der Gedanke beschäftigt, seine Enkelkinder nicht aufwachsen zu sehen oder die Zukunft seines Weinguts in Neuseeland nicht mehr miterleben zu können.
Sam Neill wurde mit „Jurassic Park“ weltberühmt und prägte das Kino über Jahrzehnte
Der internationale Durchbruch gelang Sam Neill 1993 mit Steven Spielbergs Blockbuster „Jurassic Park“. Als Paläontologe Dr. Alan Grant, der auf einer Insel plötzlich lebenden Dinosauriern gegenübersteht, wurde er über Nacht zu einem der bekanntesten Gesichter Hollywoods. Die Rolle machte ihn weltweit berühmt und zählt bis heute zu den ikonischsten Figuren der Filmgeschichte.
Später kehrte Sam Neill sowohl in „Jurassic Park III“ als auch in „Jurassic World: Dominion“ in seine Paraderolle zurück und begeisterte damit erneut Millionen Zuschauer.
Doch sein Werk reichte weit über die erfolgreiche Dino-Reihe hinaus. Sam Neill überzeugte unter anderem in Jane Campions Oscar-prämiertem Drama „Das Piano“, in „The Hunt for Red October“, „Dead Calm“, „Event Horizon“ sowie in den Erfolgsserien „Peaky Blinders“ und „The Tudors“. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg etablierte er sich als einer der angesehensten Charakterdarsteller des internationalen Films.