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Prinz Harry bei einem öffentlichen Auftritt, ernst blickend
In Bedrängnis: Prinz Harry wurde von seiner mitbegründeten Hilfsorganisation Sentebale wegen Verleumdung angeklagt.
In Bedrängnis: Prinz Harry wurde von seiner mitbegründeten Hilfsorganisation Sentebale wegen Verleumdung angeklagt.
APA-Images / PA / Aaron Chown

Schwere Vorwürfe: Prinz Harry angeklagt

11.04.2026 um 10:08, Marcel Toifl
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Die Hilfsorganisation Sentebale hat ihren Mitbegründer Prinz Harry verklagt. Dem Briten und einem Treuhänder wird Verleumdung vorgeworfen.

Prinz Harry wird von der von ihm mitbegründeten Hilfsorganisation Sentebale angeklagt. Wie aus britischen Gerichtsakten hervorgeht, wurde eine Verleumdungsklage eingereicht, die dem Prinzen und einem ehemaligen Treuhänder eine gezielte Kampagne vorwirft.

Drahtzieher-Vorwürfe: Die Hintergründe der Klage

Die Führungsebene von Sentebale wirft Prinz Harry sowie Mark Dyer vor, Urheber einer „koordinierten, negativen Medienkampagne“ zu sein. Laut der Organisation habe diese Kampagne den Ruf der Stiftung massiv geschädigt und eine Flut von Cybermobbing gegen die Leitung ausgelöst. Seit März 2025 soll der Streit schwelen, der nun darin gipfelt, dass der Prinz zivilrechtlich angeklagt wurde.

Der Bruch: Warum Prinz Harry die Organisation verließ

Sentebale wurde 2006 von Prinz Harry und Prinz Seeiso von Lesotho im Gedenken an ihre verstorbenen Mütter gegründet, um Aids-Waisen in Afrika zu unterstützen. Doch im März 2025 kam es zum Bruch: Harry verließ die Organisation als Schirmherr nach einem internen Machtkampf. Die Vorsitzende Sophie Chandauka warf dem Prinzen damals Mobbing vor und machte seinen Rückzug aus der Königsfamilie für sinkende Spendeneinnahmen verantwortlich.

Reaktion: Harry weist Vorwürfe entschieden zurück

Ein Sprecher von Prinz Harry reagierte umgehend auf die Nachricht, dass der Royal angeklagt wurde. Er bezeichnet die Verleumdungsvorwürfe als „beleidigend und schädlich“. Harrys Team sieht in der Klage einen Versuch, den Ruf des Prinzen weiter zu beschädigen, während dieser stets betont habe, nur im besten Sinne der Organisation und ihrer Begünstigten gehandelt zu haben.

Behörden-Check: Keine Beweise für systematisches Mobbing

Bereits Monate vor der aktuellen Klage hatte die britische Aufsichtsbehörde den internen Disput untersucht. Das Ergebnis: Es gab keine Anzeichen für „systematisches Mobbing“ durch Prinz Harry. Allerdings gab es einen Rüffel für beide Seiten: Die Behörde kritisierte scharf, dass der Streit derart öffentlich ausgetragen wurde, was dem eigentlichen Zweck der Hilfsorganisation – der Hilfe für Kinder in Not – massiv geschadet habe.

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