"Nirvana-Baby": Klage wegen Kinderpornografie

Mit dem Album "Nevermind" schrieb die US-amerikanische Band Nirvana Geschichte. Nicht nur die Songs, sondern auch das Cover, das ein nacktes Baby in einem Pool schwimmend zeigt, sind legendär. Heute findet das "Nirvana-Baby", das übrigens schon 30 Jahre alt ist, das Foto weniger cool – und verklagt die ehemaligen Bandmitglieder, Courtney Love, den Fotografen sowie Vertreter der Plattenfirma auf eine sechsstellige Summe.

Kinderpornografie und Ausbeutung

Wieso Spender Elden klagt? Weil sein Name und seine Identität für immer mit der kommerziellen sexuellen Ausbeutung verbunden seien. Laut dem 30-Jährigen erinnere das Bild an einen "Sexarbeiter, der nach einer Dollarnote greift." Außerdem wirft der Amerikaner, der zum Zeitpunkt des Fotos vier Monate alt war, der Band vor, sie haben "wissentlich kommerzielle Kinderpornografie produziert, besessen und beworben." Während die Band mit dem Album ordentlich viel Geld verdiente, bekamen seine Eltern nur 200 Dollar für das Foto. Außerdem hätten sie dem Verwendungszweck nie schriftlich zugestimmt. 

Doppelmoral

Nirvana-Fans zeigen sich erbost und werfen dem 30-Jährigen doppelmoralisches Verhalten vor: Schließlich stellte er zum 25. Jubiläum des Albums sogar das Cover nach. Der New York Post erklärte er damals: "Dieses Jubiläum bedeutet mir einiges. Es ist cool, aber auch ein bisschen komisch, Teil von etwas so Besonderem zu sein– obwohl ich mich nicht daran erinnern kann." Seine Brust ziert außerdem der Schriftzug "Nevermind". 

Autor: Cornelia Scheucher, 25.08.2021