Große Trauer: Golden-Globe-Preisträgerin ist tot
- Pink Panther und Golden Globe
- Kindheit und erste Filmrollen in Deutschland
- Fernsehen, Bühne und Malerei
Die Schauspielerin Elke Sommer ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Bekannt wurde die gebürtige Berlinerin unter anderem durch die Pink-Panther-Komödie „Ein Schuss im Dunkeln“. Am 5. November wäre sie 86 Jahre alt geworden.
Pink Panther und Golden Globe
In der Blake-Edwards-Komödie von 1964 stand sie an der Seite von Peter Sellers vor der Kamera. Im selben Jahr wurde sie für „Der Preis“ mit dem Golden Globe Award als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Ab 1959 war Sommer in mehr als 100 Film- und Fernsehrollen zu sehen.
Kindheit und erste Filmrollen in Deutschland
Zur Welt kam sie 1940 in Berlin als Elke Schletz, aufgewachsen ist sie in Erlangen. Eine Fremdsprachenausbildung in London legte den Grundstein dafür, dass sie sechs Sprachen beherrschte.
Der deutsche Produzent Artur Brauner nahm sie 1959 für drei Jahre unter Vertrag. In „Das Totenschiff“ gab sie neben Horst Buchholz als Bahnwärterstochter ihr deutsches Filmdebüt. Gleich danach spielte sie in „Am Tag, als der Regen kam“ die Gangsterbraut Ellen und damit erstmals jenen erotisch betonten Rollentyp, der ihr Image für Jahre prägen sollte.
1962 schaffte Sommer den Wechsel nach Hollywood, laut Berliner Zeitung dank des Films „Das Mädchen und der Staatsanwalt“. Für eine deutsche Schauspielerin war ein solcher Karriereschritt damals selten. Sommer galt in diesem Jahrzehnt als Sexsymbol. 1964 übersiedelte sie nach Beverly Hills.
Verheiratet war sie zunächst mit dem Journalisten und Schriftsteller Joe Hyams, laut oe24 ließ Sommer ihn für den Playboy fotografieren. 1993 gab sie dem Hotelier Wolf Walther das Jawort. Mit ihm pendelte sie bis 2025 zwischen Los Angeles und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, danach zog das Paar ganz in die USA.
Fernsehen, Bühne und Malerei
Abseits der Kinoleinwand war Sommer im US-Fernsehen präsent, mehrfach in der Dean-Martin-Show und 1978 in der Muppet-Show. Ab 1970 stand sie auch auf der Bühne: in den USA an verschiedenen Häusern, in Deutschland vor allem auf Tourneen und etwa am St. Pauli Theater in Hamburg. Als Sängerin blieb der große Erfolg aus. Auf der Folk-Platte „Du, Du liegst mir im Herzen“ sang sie in acht Sprachen, einige weitere Aufnahmen folgten.
Seit 1966 malte Sommer unter dem Namen „E. Schwartz“ und stellte ihre Bilder in mehreren Ländern aus. Ab den 1980er-Jahren war sie vor allem in deutschen Fernsehproduktionen zu sehen. Ihre letzte Rolle spielte sie 2010 in Dani Levys Spielfilm „Das Leben ist zu lang“.