Urteil gefallen: Bill Cosby muss Millionen an Opfer zahlen
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Bill Cosby steht erneut im Zentrum eines Justizdramas und muss dafür tief in die Tasche greifen. In einem aufsehenerregenden Zivilprozess im kalifornischen Santa Monica wurde der 88-Jährige zu einer gewaltigen Schadenersatzzahlung verurteilt. Mehr als 19 Millionen Dollar soll Cosby an die Klägerin zahlen, durch zusätzliche Strafschadenersatzforderungen summiert sich der Betrag sogar auf rund 59 Millionen Dollar.
Bill Cosby: Schwere Vorwürfe
Im Mittelpunkt des Falls steht Donna Motsinger, heute 84 Jahre alt. Sie schildert ein Geschehen, das mehr als fünf Jahrzehnte zurückliegt: 1972 soll Cosby sie unter Drogen gesetzt und vergewaltigt haben. Damals arbeitete sie als Kellnerin in einem Restaurant in Sausalito, nördlich von San Francisco. Cosby soll sie mit seiner Limousine abgeholt und ihr Wein und Tabletten gegeben haben. Kurz darauf habe sie zunehmend das Bewusstsein verloren. Schließlich sei sie, nur in Unterwäsche, wieder in ihrem Zuhause aufgewacht. Für Motsinger ist das Urteil nach eigenen Angaben das Ende eines jahrzehntelangen Kampfes um Gerechtigkeit.
Bill Cosby weist die Vorwürfe weiterhin zurück. Er erklärte, sich an den Vorfall nicht erinnern zu können. Sollte es zu einem Kontakt gekommen sein, sei dieser einvernehmlich gewesen. Seine Anwälte zeigten sich enttäuscht und kündigten an, gegen das Urteil vorzugehen.
Bill Cosby: Vom „America’s Dad“ zum gefallenen Star
Der aktuelle Schuldspruch reiht sich in eine lange Serie von Verfahren und Anschuldigungen ein. Bereits 2022 wurde Cosby in einem ähnlichen Fall zu einer Zahlung von 500.000 Dollar verurteilt. Noch schwerer wog jedoch seine strafrechtliche Verurteilung im Jahr 2018: Damals musste er wegen sexueller Nötigung ins Gefängnis und verbrachte rund drei Jahre hinter Gittern, bevor das Urteil 2021 aufgehoben wurde. Über die Jahre hinweg haben mehr als 60 Frauen Vorwürfe gegen Cosby erhoben.