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Sofia Goggia homosexuelle Skifahrer
Für ihre Ansichten zu homosexuellen Skirennfahrern wird Sofia Goggia stark kritisiert. 
Für ihre Ansichten zu homosexuellen Skirennfahrern wird Sofia Goggia stark kritisiert. 
Alessandro Trovati / AP / picturedesk.com

Aussage über homosexuelle Skifahrer: Goggia erntet Shitstorm

19.04.2022 um 13:42, Teresa Frank
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Bei einem Interview mit der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ hat sich Skifahrerin Sofia Goggia ordentlich Ärger eingehandelt. Darin spricht sie homosexuellen Skifahrern die Fähigkeit ab, die Streif hinunterzufahren.

Die italienische Skirennfahrerin Sofia Goggia, die zuletzt noch für ihre Erfolge im Abfahrts-Weltcup gefeiert wurde, sorgte nun für ordentlichen Aufruhr. In einem Interview mit der italienischen „Corriere della Sera“ antwortete sie auf die Frage, ob es im Skisport homosexuelle Athleten gäbe: „Bei den Damen schon die eine oder andere. Bei den Herren glaube ich nicht. Die müssen ja über die Streif in Kitzbühel fahren.“ Auch gegenüber Transgender-Athleten äußerte die Speed-Spezialistin eine starke Meinung: „Im Sport ist es so, dass ein Mann, der sich in eine Frau umwandelt, physische Charakteristiken hat, auch auf hormonellem Level, die es ihm ermöglichen, mehr zu leisten. Deshalb glaube ich nicht, dass es richtig ist.“ Für diese Aussage erntet die Spitzensportlerin ordentlich Kritik – besonders aus den Reihen der italienischen Politik. 

Entschuldigung

Nach dem großen Aufruhr folgte nun Sofias Entschuldigung in den sozialen Medien. „Es tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Personen, die sich durch meine Sätze angegriffen gefühlt haben. Als ich sie gesagt habe, wollte ich auf keinen Fall diskriminierend sein,“ schrieb die Italienerin auf Twitter. 

 

Fehde mit Frederica Brignone

Es ist nicht das erste Mal, dass die 29-jährige Skirennläuferin für Aufregung sorgt. Denn auch mit ihrer Kollegin Frederica Brignone hat sie so ihre Probleme. In Interviews hatte Goggia mehrfach angedeutet, nicht viel von ihr zu halten. Vor den Olympischen Winterspielen eskalierte der Streit, als sich auch noch Maria Rosa Quario, die Mutter von Brignone, einmischte. „Wirkt ein Mensch nicht egozentrisch, wenn er wenige Stunden nach dem Rennen zu Hause anruft, aber nicht, um seine Freude und seinen Stolz zu teilen, sondern um zu erfahren, wie die Reaktionen auf seine Medaille in Italien waren?“, sagte diese damals. Goggia konterte darauf in Interview mit RTL: „Die Worte von Quario sind aber nicht nur ein Affront gegen mich, sondern gegen alle, die sich um mich gekümmert haben und es für alle anderen Athleten weiter tun. Denn ich, die Ärzte sowie die Trainer wissen genau, wie es um mich wenige Tage vor Olympia stand.“

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