So schmeckt Ostern
Inhalt
- Süßes Biskuit-Osterlamm
- Kärntner Reindling
- Kleine Jäger, großes Glück
- Frühlingsjause
- Bunte Eier gehören dazu
- Eierkren, die pikante Restlverwertung
- Tradition zum Teilen
- Osterkranzerl
- Schinken & Segen
- Zart gefärbt
Süßes Biskuit-Osterlamm
Feine Symbolik. Traditionell wird das Osterlamm am Gründonnerstag gebacken und erst am Ostersonntag gegessen. Heute wird das zwar nicht mehr so strikt gehandhabt – doch das süße Osterlamm ist fix mit am Tisch. Besonders Kinder mögen den zarten Biskuitteig. Mit Mascherl oder einem kleinen Glöckchen um den Hals wird daraus im Handumdrehen ein hübscher Ostergruß.
Kärntner Reindling
Ostern im Süden. In Kärnten gehört der Reindling zur Osterzeit wie das erste milde Frühlingslicht: Er ist ein echter Germteig-Klassiker: weich, saftig und gefüllt mit Zimt, Zucker und Rosinen – je nach Rezept auch mit Nüssen. Seinen Namen hat er von der Backform, dem „Reindl“ (auch „Rein“) – einem runden Topf, in dem er traditionell gebacken wird. Ein milder, leicht süßer Gegenpart zur sonst herzhaften Osterjause.
Kleine Jäger, großes Glück
Versteckt & gefunden. Wenn Kinder im Gras nach ihren Osternnestern suchen, wird aus einem Spaziergang plötzlich ein kleines Abenteuer. Zwischen Gänseblümchen, Moos und jungen Trieben blitzen bunte Eier hervor – jedes Versteck eine neue Spur, jedes Fundstück ein Triumph. Der Brauch vom Eiersuchen erzählt vom Frühling: vom Neubeginn, vom Wachsen, vom Staunen über die Natur. Und ganz nebenbei bleibt genau dieses Bild hängen: fröhliches Kinderlachen, grüne Wiesen, die ersten warmen Sonnenstrahlen und ein Ostern, wie es sein soll.
Frühlingsjause
Zartes Grün. Endlich wird’s wieder heller: Draußen sprießt das erste frische Grün, drinnen wächst die Lust auf leichte Sachen. Ostern passt genau in die Zeit des Aufatmens nach dem langen Winter. Einfach darum, dass wieder Leben in alles kommt. Plötzlich dürfen Kräuter wieder die Hauptrolle spielen, alles wird ein bisschen frischer, ein bisschen heller. Mildes trifft auf Würze, auf einen Hauch Schärfe, und gutes Brot gehört natürlich dazu – zum Teilen, zum Zusammensitzen, für den „Nimm dir noch ein Stückerl“-Moment.
Bunte Eier gehören dazu
Familienritual. Das Bemalen und Färben von Eiern gehört zu den schönsten Traditionen an Ostern. Das Ei steht seit jeher für neues Leben und den Frühling und genau diese Symbolik macht es zum fixen Begleiter in der Osterzeit. Die bunten Schätze sind nicht nur hübsche Deko, sondern sie gehören beim Suchen, Verschenken und Eierpecken einfach dazu. Ob klassisch mit Naturfarben oder mit ausgefallenen Wachstechniken verziert: Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, Ostereier individuell zu gestalten.
Eierkren, die pikante Restlverwertung
Extragut. Übrig gebliebene Eier bekommen noch einmal einen eigenen Auftritt – als pikante Beilage zu Schinken oder einfach aufs Brot. Gehackte hart gekochte Eier werden mit frisch geriebenem Kren vermischt und je nach Hausrezept kommen Sauerrahm und Apfel hinzu.
Tradition zum Teilen
Handwerk sieht man. Beim Osterstriezel gibt es unterschiedliche Arten des Zopfes. Die einfachste Variante ist es, aus dem Germteig drei gleich lange Stränge zu formen und diese zu einem Zopf zu flechten. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit verquirltem Ei bestreichen. Je nach Wunsch den Striezel mit Mandelblättchen oder Hagelzucker bestreuen.
Osterkranzerl
Brauchtum, das schmeckt. Der Osterkranz ist ein traditionelles bäuerliches Rezept aus Oberösterreich und genau das Richtige für unseren Ostertisch. Aus feinem Briocheteig gebacken, begeistert er Groß und Klein nicht nur zum Frühstück. Und fürs gesellige Eierpecken wird das Ei gleich in der Mitte mitserviert.
Schinken & Segen
Schlicht und gut. In Oberösterreich ist der Osterschinken fixer Bestandteil der österlichen Speisensegnung: Nach der Fastenzeit durfte wieder deftiger gegessen werden und weil er sich durch Pökeln und Räuchern gut konservieren ließ, ist er seit jeher ein verlässlicher Festtagsklassiker. Nach dem Kirchgang wird er daheim aufgeschnitten – und für viele gehört es zu Ostern einfach dazu, dass Schinken, Eier, Kren, Brot und oft auch Butter zur Segnung gebracht werden.
Zart gefärbt
Modern Times im Osterkorb. Pastell kann man mögen oder eben nicht. Wer zu Ostern aber lieber auf leise Akzente statt auf lautes Bunt setzen will, findet mit Eiern in so zarten Tönen die ideale Ergänzung zu den farbenfroh bemalten. Sie wirken verspielt und elegant – deshalb erfreuen sie sich auch zunehmender Beliebtheit, weil sie sich charmant dem modernen Lifestyle der Wohnungen anpassen.