Naturmaterialien im Wohnbereich

FORMVOLLENDET. Harmonie, Beständigkeit und Gemütlichkeit – sind Attribute die Naturmaterialien im Wohnbereich mitbringen. Sie sind wärmend, umschmeicheln und vollenden die Form eines Raumes. Wir zeigen wie Stein, Holz & Co den Wohnraum verschönern.
Autor: Violeta Danicic, 22.11.2021 um 13:38 Uhr

Naturmaterialien werden seit jeher für Wohnräume eingesetzt. Sie wachsen nach und müssen nicht erst – wie viele andere Baumaterialen – in aufwendige Verfahren produziert werden. Zudem sind die wertvollen Ressourcen noch weitestgehend nicht ausgeschöpft. In Österreich wächst, beispielsweise Holz, täglich nach und kommt formvollendet in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz.

Grundsätzlich gelten Stoffe als Naturmaterial, die auch nach der Verarbeitung so nahe wie möglich am Originalzustand bleiben. Das Material ist weitgehend unbehandelt und stammt idealerweise aus nachhaltigen Ressourcen. Einrichtungsgegenstände aus natürlichen Materialien sind heute überall erhältlich. Umweltbewusstsein gepaart mit Trendgespür kann jeder beweisen, der auf Holz, Stein, Leinen und Co. setzt. Hier sollte man dennoch auf gute Qualität achten. Dafür geben entsprechende Zertifikate eine Gewissheit, dass in der Produktion sowohl Arbeitsbedingungen als auch Ressourcen vertretbar sind.

Küche von CASA CUCINA

Umweltfreundlich

Gerade in Österreich können viele nachwachsende Rohstoffe regional wertschöpfend produziert werden und sind dadurch emmissionsärmer und lassen sich leichter in den natürlichen Stoffkreislauf zurückführen als konventionelle Baustoffe. Derartige Rohstoffe werden als "NawaRo" bezeichnet – dabei handelt es sich um land- und forstwirtschaftlich erzeugte Stoffe und biogene Reststoffe, die als Rohstoffe in Industrie und Gewerbe zur Herstellung von hochwertigen Produkten genutzt werden. Die ressourcenschonenden Materialien sorgen für einen besonderen Wohlfühlfaktor, und stehen, bei richtiger Pflege, für eine lange Lebensdauer. Umweltbewusstsein liegt also voll im Trend, doch davon abgesehen, haben natürliche Materialien wie Massivholz oder Pflanzenfasern auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Je mehr Holz und Co. bei den Baustoffen und in der Einrichtung verwendet werden, desto gesünder ist der Wohnraum.

Weniger Schadstoffe

Bei Naturmaterialien ist das Risiko einer Schadstoffbelastung deutlich geringer. Von schadstofffreien Produkten zu sprechen, ist zwar nur bedingt richtig, da auch bei natürlichen Materialien Leime, Lacke und Co. eingesetzt werden können. Anders als bei künstlichen Materialien muss man sich bei Naturmaterialien um Giftstoffe wie PCP oder Asbest keine Sorgen machen. Doch auch der psychologische Effekt ist nicht zu unterschätzen. Holz, Naturstein oder auch Rattan sorgen dafür, dass man sich im Raum sofort wohlfühlt. Wer die eigene Wohnung mit diesen Materialien ausstattet, schafft eine private Oase der Ruhe und Geborgenheit. Durch ihr variierendes Aussehen, ihre natürlichen Gerüche und die unterschiedliche Haptik werden Naturmaterialien zu einem alltäglichen Erlebnis für die Sinne und gestalten den Wohnraum besonders einladend.

Eine Küche mit viel Holz und Stein verarbeitet

Wohnkult im Turm

In welcher Symbiose Natur und Mensch stehen, zeigen eindrucksvoll, die zum großteils handangefertigten Wohnaccessoires und Möbel von Wohnkult im Turm in Linz. Aus Flussstein geschlagene Waschbecken, handgeschnitzte Holzskulpturen, massive Wurzelholz-Konsolen, alte handgetöpferte Wasserkrüge - jedes Stück ist absolut einzigartig und hat seinen individuellen Charme. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich das Team von Wohnkult mit dem Import und Vertrieb von handwerklich hergestellten Produkten im Bereich Wohnen und Dekoration. „Außergewöhnliches, das man nicht überall findet“, dieser Satz bringt die Philosophie des Unternehmens von Geschäftsführer Wilhelm Aichberger auf den Punkt. Das einzigartige Sortiment wird in einem stilvollen Ambiente eines antiken Pulverturms präsentiert.

Aus Alt wird Neu.

Wer sich für die Revitalisierung eines alten Hauses oder einer Altbauwohnung entscheidet, wird oft mit einem einmaligen Wohnerlebnis voller Geschichte und Charakter belohnt. Doch bevor man eine Sanierung beschließt, sollten viele Punkte abgeklärt werden. Wie zb. die Eignung, die Kosten und der Aufwand. Die Profis von Achitekturbüro ARCHIONIC wissen genau worauf es beim Sanieren und Revitaliesieren von Altbauten und Gebäuden ankommt. „Effizient zu bauen oder sanieren heißt, darauf zu achten, dass der Baustoff nicht nur eine lange Lebensdauer hat, sondern auch ökologisch abbaubar und wiederverwendbar ist. Nicht jeder Einsatz von Naturmaterialien ist gleichzeitig ressourcenschonend. Wenn er es ist, wie beispielsweise bei schnell nachwachsenden Rohstoffen, dann ist das bereits der Vorteil. Wenn das Material auch noch unverfälscht und direkt recyclebar verwendet wird steht der ökologische Wert klar im Vordergrund“, so Markus Knöbl, Geschäftsführer von ARCHIONIC.