Luxusgetränk Champagner

Champagner-Glück. In der Champagne, etwa 150 km nordöstlich von Paris gelegen, wird der beliebteste Schaumwein der Welt produziert. Die Region, die dem Luxusgetränk seinen Namen gibt, ist ein wundervolles Ziel für Natur-Liebhaber und lädt zu Gaumenfreuden in die französischen Weinberge ein.
Autor: Magdalena M. Fuchs, 06.04.2022 um 18:10 Uhr

Die Champagne bezeichnet eine historische Region in Frankreich um Paris. Die Region umfasst mehrere Hundert Gemeinden. Reims, Troyes, Ambonnay und Épernay gehören zu den bekanntesten Orten. Die sanften Hügel der Landschaft bieten nicht nur für die Rebstöcke die perfekte Voraussetzung, um zu gedeihen, sondern sind für jeden Besucher ein landschaftliches Juwel, das zum Verweilen einlädt. Weinbau wird hier bereits seit der Römerzeit betrieben, im 17. Jahrhundert wird aus dem Wein das sprudelnde, erfrischende Getränk, das wir heute als Champagner kennen.

Kultur, Genuss und Erlebnis.

Die größte Stadt der Champagne ist Reims. In Reims atmet die ganze Stadt Champagner und das prickelnde Lebensgefühl schwappt sofort auf seine Besucher über. Außerdem befindet sich hier die Kathedrale von Reims, ein Muss für jeden Kunstinteressierten. Jahrhundertelang wurden hier die französischen Könige gekrönt, es ist ein Meisterwerk der französischen Hochgotik und Marc Chagall schuf die beeindruckenden Kirchenfenster. Von Reims in den Süden führen einige kurvenreiche Straßen durch die malerische Landschaft, vorbei an unzähligen Hektaren von Rebstöcken bis in das Dorf Hautvillers. Hier befinden sich nicht nur Dom Pérignons Grab und zahlreiche Champagnerhäuser, es ist auch der Geburtsort des Champagners. Nur wenige Minuten entfernt liegt Épernay – eingebettet in eine idyllische Landschaft, ist es die Heimat vieler namhafter Champagner-Produzenten. Die Geschichte der Stadt reicht über 1.000 Jahre zurück und eine Besichtigung der historischen Keller ist ein Muss. Etwa 100 km südlich befindet sich Troyes, das durch seine mittelalterliche Fachwerk- Architektur beeindruckt. Champagner ist in der gesamten Region gelebte Kultur.

Epernay und die Champagne

Dom Pérignon.

Im Dorf Hautvillers hat der Champagner seinen Ursprung. Denn in der Benediktinerabtei hat der Kellermeister und Mönch Dom Pérignon (1638 – 1715) gewirkt und wesentliche Entwicklungsschritte geleistet, die bis heute in der Champagner-Produktion angewendet werden. Die Presstechnik, aus roten Trauben weißen Saft zu keltern, die Assemblage- Technik und die Agraffe (Befestigungstechnik des Korkens auf der Flasche) gehen auf ihn zurück. Das kostspielige und besondere Verfahren vom Anbau bis zur Flasche – diese waren damals mundgeblasen – sind ihm zu verdanken. Außerdem ist er verantwortlich dafür, dass das Flaschenmaß 0,7 Liter (heute 0,75) beträgt. Denn er nahm an, dass ein Mann – beziehungsweise ein Mönch – diese Menge an einem Abend zu sich nehmen kann.

Der Champagner.

Durch die belebende Kohlensäure ist der Champagner ein Getränk für jede Tageszeit und steht seit Jahrhunderten für Luxus und Genuss. Je nach Champagner-Produzent changiert der Geschmack – abhängig von Boden, Mischung und persönlicher Vorliebe der Winzer entsteht so das einmalige Getränk. Die Aromen spielen miteinander, regionale Käsespezialitäten, Wurst und Speck werden passend zum Champagner serviert.

Champagnerkeller

Die Winzer.

Die Champagner-Produktion ist eine Kunst und in der Champagne Familiensache. Das Verfahren ist aufwendig und erfordert Geduld, Kennerschaft und vor allem Hingabe. Die großen Häuser der Champagne kaufen zum Teil ihre Trauben von Produzenten, die nur die Reben anbauen, zu. Manche Familien nutzen nur ihre eigenen angebauten Trauben und verarbeiten diese dann zu Champagner: So bemerkt der Connaisseur die Unterschiede der Jahrgänge. Es gibt zahlreiche Länder, die Schaumweine produzieren. Der Champagner macht etwa zehn Prozent der weltweiten Schaumwein-Produktion aus, Deutschland produziert den preiswerteren Sekt, Italien nennt ihn Spumante, in Spanien ist er als Cava bekannt. Der prickelnde Edeltropfen ist jedenfalls UNESCO-Kulturerbe und steht bis heute für Eleganz und Qualität.

Die Landschaft.

Klima und geologische Begebenheiten sind das Nonplusultra für das edle Getränk. Ein gesunder Boden ist dabei das A und O. Im relativ flachen Hügelland mit einer Hangneigung von zwölf Prozent erhalten die Rebstöcke genügend Sonne, außerdem kann das überschüssige Wasser abfließen. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus Kalkgestein, die Oberfläche größtenteils aus Kreide, Kalk und Mergel. Die Weinbauern der Champagne sind seit Jahren auf nachhaltigen Anbau der Trauben fokussiert und arbeiten zum Teil biodynamisch.

Die Technik.

Luftfeuchtigkeit, Gärungstechnik, Bodenbeschaffenheit und vieles mehr braucht es, um Champagner herzustellen. Besonders der Druck in den Glasflaschen bereitete lange Zeit eine Schwierigkeit beim Abfüllen. Viele Flaschen explodierten unter dem großen Druck: Hefe und Restzucker führen zu einer zweiten Gärung und expandieren. Erst als man diesen Vorgang besser verstand, konnte Champagner erfolgreicher und zahlreicher abgefüllt werden.

Schritte zur Champagner-Herstellung

Assemblage.

Diese Bezeichnung kennt der Kunstkenner als Objekte, die zusammengefügt auf einer Platte ein reliefartiges Kunstwerk ergeben. Das Zusammenfügen, französisch „assemblage“, ist auch dem Champagner-Liebhaber ein Begriff. Es bezeichnet die Mischung der Weine zu Champagner. Und genau das ist die große Kunst: Mit zum Teil historischen Pressen entsteht der beliebte Schaumwein. Mit der Presse kommen auch Charakter und Stil in das Getränk und zaubern unverkennbare Geschmäcke. Letztendlich machen die Qualität der Traube, die Presse und das Gespür der Weinbauern das einzigartige Ergebnis aus. Stahltank oder Holzfass? Das entscheidet jedes Haus für sich, die Fässer bewahren den Wein zum Teil für ein Jahr und länger auf.

Deutsch-französisch.

Deutschland und Frankreich verbindet eine lange Champagner- Tradition, die bereits im 18. Jahrhundert beginnt. Deutsche siedelten sich in der Region an und gründeten die ersten Keltereien. Deutschland war eines der ersten Exportländer für das beliebte Getränk. Die heutigen Namen bekannter Häuser sind also nicht zufällig deutsch, denn deutsche Kaufleute waren in Frankreich aktiv und organisierten den Vertrieb für die französischen Familien, als Champagner bereits nach London und in die Vereinigten Staaten exportiert wurde. Diese Kaufleute heirateten oft in die ortsansässigen Familien ein und so kamen die Häuser zu ihren heutigen Namen. Ende des 18. Jahrhunderts ist Champagner bereits ein Getränk der europäischen Oberschicht, es wird zum Statussymbol und zum Inbegriff von exquisitem Wein. Die französische Gourmetküche entsteht und das edle Getränk begleitet perfekt das gesamte Menü. Im 19. Jahrhundert wird die handwerkliche Kunst perfektioniert, der Betrieb institutionalisiert und viele Häuser vergrößern sich. Der deutsch-französische Austausch führt zu einer fruchtbaren Entwicklung – getrübt durch den deutsch-französischen Krieg und seine Auswirkungen, ist Champagner heute ein Synonym für hohe französische Qualität und ein exklusiv in der Champagne produziertes Getränk.

Die Gründer von champagnerglueck.de

Champagnerglueck.

Michael Schanzer, Stefan Landshamer und Frank Klenner teilen ihre Liebe zu Champagner seit 2009 und verkaufen eine ausgewählte Anzahl ganz besonderer – weitab des Mainstreams angesiedelter – Tropfen aus der Champagne. Ob Champagner von John Charles Ricciuti, Philippe Glavier, Waris- Hubert, Arnaud Moreau oder Bonnaire – von Rosé bis Blanc de Blancs ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Besteller Champagnerglueck

Genussreise.

Für alle Genussmenschen, die mit einer Flasche noch nicht genug haben und gerne die Champagne erleben wollen, bietet Champagnerglueck eine viertägige Erlebnis- und Genussreise. In einer kleinen, feinen Gruppe erlebt man die malerische Landschaft und einzigartige Tropfen. Individuell, persönlich und exklusiv – das macht die Reise mit Champagnerglueck so einzigartig. Vor Ort mit Winzern durch die französischen Rebstöcke zu gehen, macht den Champagner spürbar. Die jahrhundertelange Produktion ist Teil der Kultur und die Winzer vor Ort vermitteln echtes Insiderwissen.

Genussreise Programm

Eines der Highlights ist die Degustation bei traditionsreichen Winzern im Champagnerkeller. Dazu gehört eine kulinarische Untermalung ganz nach französischer Art. Und eines lassen sich die Winzer sicherlich nicht nehmen und zelebrieren den Augenblick mit ihren Gästen: das Dégorgement à la volée. Handelt es sich um herausragende Jahrgänge, ist dieser Akt besonders einzigartig. Im Weinkeller werden die edlen Tropfen also entkorkt, und mit einem lauten Knall – für jeden Liebhaber einfach ein MUSS – wird die Flasche geöffnet und der Sprudel kann fließen.

Michael Schanzer, Mitgründer von Champagnerglueck, www.champagnerglueck.de

Eine Zielgruppe – gibt es nicht.

Alle mit Liebe für Wein und Champagner, Interesse an kulinarischen Höhenflügen, romanischer Natur und europäischer Kulturgeschichte werden die Champagne lieben. Es ist der Ort, an dem einem das Genießen leicht gemacht wird. Genau das bietet Champagnerglueck für ein verlängertes Wochenende an. An vier Tagen werden unterschiedliche Winzer besucht – begleitet von regionalen Spezialitäten werden hauseigene Champagner verkostet und man taucht in die Welt des Champagners ein. Mit etwas Glück bereitet der Chefkoch des „Chez Max“ sogar ein Tatar am Tisch für Sie zu – Verwöhnung pur! Hungrig fährt niemand zurück … und durstig schon gar nicht.

Degorgieren à la volée