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Chris de Burgh
Chris de Burgh
RUTH MEDJBER

Irischer Superstar Chris de Burgh im Interview

07.04.2024 um 00:00, Friederike Ploechl
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Mit seinen unvergleichlichen Hits begeistert "Robin Hood"-Fan Chris de Burgh bereits seit Jahrzehnten ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt.

Sie feiern dieses Jahr Ihr 50-jähriges Musiker-Jubiläum und haben im Laufe Ihrer Karriere unzählige Welthits wie „High On Emotion“, „Don’t Pay The Ferryman“, „Spanish Train“ und „The Lady In Red“ geschrieben. Was war der Grund dafür, jetzt Songs für ein Musical zu machen?
Vor einigen Jahren schon wurde ich über mein Management von Spotlight Musicals in Fulda angesprochen und gefragt, ob ich mit ihnen „Robin Hood – Das Musical“ schreiben würde. Ich hatte zuvor schon gelegentlich an Musicals mitgeschrieben, die aber immer irgendwie in der Schublade liegen geblieben sind. Diese Leute aber waren nicht nur höchst professionell, sondern hatten in der Vergangenheit bereits acht erfolgreiche Musicals auf die Beine gestellt. Dieses Projekt war eine komplett neue Herausforderung und etwas ganz anderes, und das wollte ich ausprobieren. 

Robin Hood - Das Musical
Robin Hood - Das Musical

Was fasziniert Sie persönlich an der legendären und historischen Figur Robin Hood?
Robin Hood ist nicht nur eine historische Figur, die es vielleicht gegeben hat oder auch nicht, sondern er repräsentiert das, was vielen von uns gefällt: die Idee, von den Reichen zu stehlen, um es den Armen zu geben. Und wir wollten das Ganze in vielerlei Hinsicht moderner gestalten, denn es gibt Themen, die vor 800 Jahren bereits existierten, aber auch heute noch immer relevant sind. Unser Robin Hood ist also ein moderner Robin Hood. Obendrein hat ein Verwandter von mir genau zu der Zeit von Robin Hood gelebt. Hubert de Burgh war oberster Gesetzgeber unter König John und König Richard. Im Grunde genommen war er damals der zweitmächtigste Mann in England und außerdem bin ich in einer alten Burg aufgewachsen. Es schien also alles in die richtige Richtung zu gehen.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem Schreiben einzelner Songs für ein Album und dem Schreiben von Songs für ein Musical?
Am Anfang war es schwierig, weil ich dachte, dass das Schreiben für ein Musical dem Schreiben von Songs für ein Album sehr ähnlich ist, aber das ist nicht der Fall. Bei Musicals kommt es darauf an, welches Format man hat: Wird die Geschichte erzählt, indem die Leute reden, oder ist es ein bisschen reden und ein bisschen Gesang oder ist es nur Gesang? Bei Robin Hood sind es hauptsächlich Lieder, die die -Handlung vorantreiben, und so etwas habe ich noch nie zuvor gemacht. Ich war sehr beeindruckt von der Zusammenarbeit mit Dennis Martin und Peter Scholz von Spotlight Musicals. Ich mag beide sehr und bewundere, was sie tun. Es ist eine sehr schöne Sache geworden, an der ich beteiligt bin. 

ROBIN HOOD
Robin Hood - Das Musical

Was war das für ein Gefühl, als Sie dann das Musical zum ersten Mal auf der Bühne gesehen haben?
Es war sehr emotional, als ich es bei der Premiere in Fulda zum ersten Mal auf der Bühne gesehen habe und es gab zwei oder drei Lieder, die zwar ich geschrieben habe, die mich aber dennoch zu Tränen gerührt haben, als ich sie so schön gesungen hörte. Die Schauspieler und Schauspielerinnen, das gesamte Ensemble war so großartig. Ich sage immer zu allen Leuten: Das müsst ihr euch unbedingt ansehen. Das ist ein wirklich fantastisches Musical!

Dream-Team
"Robin Hood - Das Musical" mit Musik von Weltstar Chris de Burgh und inszeniert von Matthias Davids, Musicalchef am Landestheater Linz

ROBIN HOOD - DAS MUSICAL

Publikumsmagnet
Bereits mehr als 200.000 Zuschauer begeisterte das Stück seit seiner Weltpremiere 2022 in Fulda. Diesen Sommer kommt „Robin Hood – Das Musical“ erstmals nach Österreich und wird vom 9. bis 28. Juli im Musiktheater Linz das Publikum in die mittelalterliche Welt des Sherwood Forest entführen. In der Regie von Matthias Davids und mit den virtuosen Choreografien von Kim Duddy findet am 10. Juli in Linz die Österreich-Premiere statt.

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