Bissfeste Tradition - Bratwürstelsonntag

Am ersten Sonntag im Advent wird landesweit in vielen Familien der Bratwürstelsonntag gefeiert.
Autor: Friederike Ploechl, 24.10.2022 um 10:57 Uhr

Brauchtum und Tradition sind in Oberösterreich fast immer mit einer kulinarischen Besonderheit verbunden. So eine lieb gewonnene Tradition ist etwa auch der Bratwürstelsonntag am ersten Sonntag im Advent, der sich gerade in Oberösterreich allergrößter Beliebtheit erfreut. Für den echten Genuss sollte man jedoch bereits beim Einkauf darauf achten, woher die Würstel und die Zutaten kommen. Beim Nachweis einer heimischen Herkunft liegt man normalerweise schon ganz gut, und wer einen direkten Draht zu Produzenten oder zum Fleischhauer seines Vertrauens hat, hat bereits ganz besonders gute Chancen, hier erstklassige Ware zu erhalten.
Verantwortungsvoll. Wenn man sich näher mit der Herkunft von Fleischprodukten beschäftigt, stößt man klarerweise rasch auf den ­Gedanken des Tierwohls. Dieses lässt sich anhand bestimmter Parameter recht gut festlegen. Die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt, wenn man als verantwortungsvoller Konsument nicht nur auf sein eigenes Wohl schaut, sondern trotz Fleischgenuss auf jenes der (Nutz-)Tiere achtet, sind zum Beispiel gewisse Kennzeich­nungen wie: geprüfte österreichische Qualität, Tierwohl-Kennzeichnung durch NGOs oder das Bio-Siegel. Wobei hierbei das Versprechen ­„Auslauf an der frischen Luft“ eine entscheidende Rolle spielt.

 

Bratwürste

Ideale Begleitung. Wie das Fleisch musste anno dazumal auch das ­Sauerkraut im Herbst für den Winter eingelagert und haltbar gemacht ­werden. Kein Wunder also, dass Bratwürstel und Sauerkraut zusammen ihren Weg auf unsere Teller gefunden haben und bis heute gerne gemeinsam gegessen werden. Anton Riepl von der gleichnamigen Fleischmanufaktur in Gallneukirchen empfiehlt zu Bratwürstel außerdem noch Erdäpfel, um ein vollwertiges Gericht servieren zu können. Er selbst genießt sie am liebsten mit Senf. Hingegen ist Ketchup zu Bratwürsteln für ihn ein absolutes No-Go. Wer es besonders deftig mag, serviert am Bratwürstelsonntag frischen Erdäpfelschmarrn mit Zwiebeln und Kümmel dazu. Auch frisches Brot oder Gebäck sind gute und beliebte Begleiter.
Vitaminbombe. Sauerkraut hat in der österreichischen Küche eine lange Tradition. In der Gemüseregion Eferding wird von 22 Landwirten und Landwirtinnen auf rund 130 Hektar Fläche jenes Weißkraut angebaut, das von efko jedes Jahr zu Sauerkraut-Spezialitäten verarbeitet und veredelt wird. Damit ist efko der bedeutendste Hersteller von Sauerkraut in Österreich. Zwischen August und Dezember ernten die Landwirte rund 10.500 Tonnen Weißkraut. Nach der Ernte wird das Kraut einer natürlichen Milchsäuregärung unterzogen, die eine Haltbarkeit ohne Konservierungsstoffe ermöglicht, und anschließend durch Zugabe von ausgesuchten Gewürzen nach traditionellen Rezepturen verfeinert.  
Nachhaltiger Genuss. Gerade im Bereich der Ernährung spielt das Thema „Nachhaltigkeit“ eine große Rolle. Konsumenten wählen vermehrt qualitativ hochwertige Produkte, allen voran regionale und nachhaltige Lebensmittel. efko bietet mit seinem neuen schmackhaften Sauerkraut im Glas ein Produkt für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen.
Egal, ob für den kleinen Sauerkraut-Gusto zwischendurch oder die große ­Portion als gesunde Beilage für Bratwürstel. Jede beliebige Menge kann unkompliziert entnommen und das Glas bis zum Aufbrauchen wieder im Kühlschrank gelagert werden.

 

Sauerkraut

Spurensuche. Zur Herkunft des Bratwürstelsonntags gibt es diese ­beiden gängigen Theorien: Einerseits soll ein findiger Fleischermeister zu Beginn des 19. Jahrhunderts seine Lehrbuben vor Weihnachten mit ­frischen Bratwürsteln als kleines Dankeschön für ihre Treue zu den Kunden geschickt haben. Andererseits wurden die Tiere damals immer zu Beginn der kalten Jahreszeit geschlachtet – denn erst durch die Kälte war die Haltbarkeit des Fleisches gewähr­leistet, es gab ja damals noch keine Gefrierschränke. Außerdem war man nicht immer imstande, alle Tiere den Winter über durchzufüttern und der Advent galt früher einmal als strenge Fastenzeit. Daher wurde am ersten Adventsonntag gerne noch einmal ordentlich „gesündigt“.

Bratwürstel