Die TOP 7: Wildes Baden in Salzburg

1. Familien-Abenteuer: Vorderkaserklamm

So gut wie alles, was man für einen „wilden“ Familien-Badetag braucht, bietet die Vorderkaserklamm im Saalachtal. Mitten in den Bergen gibt es nicht nur sonnige Ufer- und Picknickplätzchen an Naturbadeseen, sondern auch die ein oder andere Wandermöglichkeit. Bevor es ins kühle Nass geht, ist ein Abstecher in die Klamm zu empfehlen: Auf über 51 Holzstegen erkundet man bizarre Felsformationen und rauschende Gebirgsbäche in bis zu 80 Metern Tiefe. Nachmittags wird in den Badeseen direkt neben der Klamm geplantscht, für Stärkung zwischendurch sorgen die mitgebrachten Schmankerln im Korb. Besonders für Kids aufregend: An den Ufern warten Holzflöße, mit denen man die Gewässer überqueren kann. Anfahrt: Mit dem Auto aus der Stadt Salzburg rund eine Stunde.

2. Richtig erfrischend: Königsseeache

Zugegeben, die Königsseeache ist unter Salzburgern wahrlich kein Geheimtipp mehr. Reizvoll und eine echte Alternative zu überfüllten Freibädern ist sie aber trotzdem. Entlang des naturbelassenen Flusses finden sich immer wieder neue, versteckte Buchten, das Wasser ist auch bei über 30 ° C herrlich erfrischend und kurze Wasser-Strecken mit der Luftmatratze zurückzulegen macht noch genauso viel Spaß wie vor zehn Jahren. Flussabwärts und an abgelegeneren Teilen sind auch „Nockapatzl“ (FKK-Fans) anzutreffen. Anfahrt aus der Stadt: Mit dem Rad rund 35 Minuten und mit dem Auto etwa 20 Minuten.

3. Schlucht-Erlebnis: Felsenbad Faistenau

Auf warmen Steinplatten dösen, gemütlich picknicken sowie in kleine und große Tümpeln tauchen. Das Felsenbad Faistenau bietet ein wildromantisches Badeerlebnis und ist am Eingangsbereich des Strübelweiher-Stausees zu finden. Gut zu wissen: große Parkplätze, Umkleiden und öffentliche Toiletten sucht man hier vergebens. Obwohl des Öfteren zu sehen, ist das Grillen am Lagerfeuer nicht erlaubt und wer erwischt wird, muss mit einer Strafe rechnen. Hunde dürfen dagegen mitgenommen werden und sich auch im Wasser erfrischen. Ein Ausflug in das Naturbadegebiet lässt sich außerdem gut mit einer Wanderung verbinden – so führt etwa vom Kugelberg-Rundwanderweg eine Abzweigung zum Felsenbad. Anfahrt von Salzburg: mit dem Auto ca. 30 Minuten.

4. Weitläufig: Wiestalstausee

Ruhige und schöne Badeplätzchen finden sich auch entlang des Wiestalstausees im Tennengau. Mit einer Isomatte kann man es sich auf den Schotterbänken gemütlich machen und die Sonnenstunden genießen. Wer nicht nur schwimmen, sondern auch etwas erleben möchte, sollte ein Stand-Up-Paddel (SUP) mit dabei haben. Das ruhige und weitläufige Gewässer ist bestens für eine ausgedehnte SUP-Tour geeignet. Die Boards inkl. Paddel und Pumpe können bei verschiedenen Anbietern auch ausgeliehen werden. Von Salzburg aus mit dem Auto in rund 25 Minuten erreichbar.

5. Wasserspielplatz: Taugl

Besonders bei Familien heiß begehrt: die kühle Taugl zwischen Bad Vigaun und Kuchl. Kein Wunder, hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Während die Kids Dämme bauen, sich auf Fossiliensuche machen oder von den Felsen springen, entspannen die Eltern auf den warmen Felsen oder an den Sandbuchten. An den Wochenenden kann es daher ganz schön voll werden, weniger Trubel herrscht flussaufwärts in den enger werdenden Schluchten, nahe der Römerbrücke. Eine ähnliche Kulisse, allerdings ohne tiefe Wasserstellen, bietet der Stoissengraben in Saalfelden. Gut zu wissen: Lagerfeuer und Grillen ist an beiden Locations nicht gestattet. Fahrzeit mit dem Auto von Salzburg zur Taugl: ca. 30 Minuten.

6. Geheimtipp: Felberbach & Alterbach

Vielen Salzburgern als frische Abkühlung noch weitgehend unbekannt: der Felberbach, der am Gaisberg entspringt und durch den Aigner Park führt. Bekannt ist meist nur die Grotte „Hexenloch“, durch die der Bach führt und wo es angeblich spuken soll. Läuft man weiter bachaufwärts und biegt nach der Gilowskyhöhle und Jägerebene in das Bachbett ein, finden sich natürliche Pools und kleine Wasserfälle. Ein lauschiges Plätzchen bietet auch der Alterbach in der Gemeinde Koppl: am Kiesufer lässt man die Seele baumeln und erfrischt sich im Fließgewässer.

7. Schnelles Vergnügen: Almkanal

Wer nach der Arbeit noch geschwind für ein bis zwei Stunden die letzten Sonnenstrahlen nutzen möchte, ist beim Almkanal mitten in der Stadt richtig. Die besten Bade-Spots sind die Uferböschung bei der Leopoldskroner Allee sowie die Wiese beim Sternhofweg in Gneis. Allerdings sollte man ein guter Schwimmer sein, die Strömung des Almkanals ist stark und nicht zu unterschätzen. Ein kleines Abenteuer: sich zwischen Gneis und Leopoldskron mit einem Schlauchboot auf’s Wasser wagen. Hier gilt aber stets: nichts für kleine Kinder, nicht alleine fahren, von Kraftwerken sowie Kühlanlagen fernhalten und stets aufpassen!

Autor: Simone Reitmeier , 16.06.2020