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Frau, die Ausgaben in einer gemütlichen Küche berechnet | Credit: Irene Miller/Shutterstock
Energie sparen in der Küche - einfacher als gedacht
Energie sparen in der Küche - einfacher als gedacht
Irene Miller/Shutterstock

Stromfresser in der Küche? Diese Fehler kosten unnötig Energie

02.11.2026 um 09:32, Victoria Lengauer
min read
Beim Kochen, Backen und Wassererhitzen wird oft unnötig Strom verbraucht. Entdecken Sie fünf typische Fehler und erfahren Sie, wie Sie Energie sparen.

Ein schneller Kaffee am Morgen, ein warmes Mittagessen oder eine gemütliche Tasse Tee am Abend: Die Geräte in unserer Küche laufen auf Hochtouren. Doch während wir ganz selbstverständlich den Herd einschalten, Wasser erhitzen oder den Backofen vorheizen, denken die wenigsten darüber nach, wie viel Energie dabei tatsächlich verbraucht wird.

Keramik-Sparschwein vor dem Herd | Credit: rafastockbr/Shutterstock
Strom sparen bedeutet nicht automatisch Komfort-Verzicht

Fünf Gewohnheiten, die Energie kosten

Dabei verstecken sich gerade in alltäglichen Gewohnheiten oft unnötige Energiekosten. Die gute Nachricht: Wer ein paar einfache Dinge beachtet und seine Küchengeräte bewusst verwendet, kann Strom sparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Diese fünf typischen Fehler passieren besonders häufig – und lassen sich ganz einfach vermeiden.

1. Zu viel Wasser erhitzen: Ein kleiner Fehler mit Folgen

Hand aufs Herz: Wie oft füllen Sie Ihren Wasserkocher fast vollständig, obwohl Sie eigentlich nur eine einzige Tasse Tee zubereiten möchten? Was zunächst harmlos erscheint, kann auf Dauer unnötig Energie kosten. Denn je mehr Wasser erhitzt werden muss, desto mehr Strom wird dafür benötigt.

Dabei ist die Lösung denkbar einfach: Erhitzen Sie nur jene Wassermenge, die Sie tatsächlich brauchen. Für eine große Tasse Tee reichen beispielsweise häufig 250 bis 300 Milliliter Wasser aus. Wer regelmäßig nur die benötigte Menge erhitzt, vermeidet unnötigen Energieverbrauch.

Unser Tipp: Achten Sie auf die Wasserstandsanzeige Ihres Wasserkochers. So lässt sich die benötigte Menge leichter abmessen. Wichtig ist allerdings, die vom Hersteller angegebene Mindestfüllmenge einzuhalten.

2. Immer auf 100 Grad erhitzen? Das ist oft gar nicht nötig!

Wasser muss kochen – oder etwa doch nicht?

Tatsächlich ist sprudelnd kochendes Wasser nicht für jede Anwendung erforderlich. Gerade bei der Zubereitung verschiedener Teesorten kann eine niedrigere Temperatur sogar von Vorteil sein. Grüner Tee wird beispielsweise häufig mit etwa 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgegossen.

Zu hohe Temperaturen können dazu führen, dass sich mehr Bitterstoffe lösen und der Tee unangenehm herb schmeckt. Wer Wasser zunächst auf 100 Grad erhitzt und anschließend wieder abkühlen lässt, verbraucht dafür mehr Energie, als bei einer direkten Erhitzung auf die benötigte Temperatur notwendig wäre.

Besonders praktisch: Moderne Wasserkocher mit einstellbarer Temperatur ermöglichen es, das Wasser gezielt auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. So lässt sich unnötiges Aufheizen vermeiden und gleichzeitig die Zubereitung verschiedener Heißgetränke erleichtern.

Heißes Wasser wird in eine weiße Tasse geleert | Credit: DedovStock/Shutterstock
Energiesparen beginnt mit der richtigen Menge

3. Kochen ohne Deckel: Hier geht unnötig Wärme verloren

Ein weiterer häufiger Fehler passiert direkt am Herd: Viele Menschen lassen beim Kochen den Deckel einfach weg. Dabei kann ein passender Topfdeckel helfen, Wärme im Inneren zu halten und den Energiebedarf beim Kochen zu reduzieren. Besonders beim Erhitzen von Wasser oder beim Garen von Gemüse macht sich das bemerkbar. Ohne Deckel entweichen Wärme und Wasserdampf deutlich schneller.

Auch die richtige Topfgröße spielt eine Rolle. Ein kleiner Topf auf einer viel zu großen Kochzone kann unnötig Energie verbrauchen. Wer diese einfachen Regeln beachtet, kann den Kochvorgang effizienter gestalten.

Unser Tipp: Verwenden Sie beim Kochen möglichst einen passenden Deckel und reduzieren Sie die Herdleistung, sobald das Wasser kocht und eine niedrigere Stufe ausreicht.

Topf mit Deckel auf dem Herd | Credit: K-FK/Shutterstock
Beim Kochen ohne Deckel geht wertvolle Energie verloren

​4. Backofen falsch nutzen: Dieser Fehler kostet unnötig Strom

Der Backofen ist aus vielen Küchen nicht wegzudenken. Ob knusprige Pizza, frisches Brot oder ein köstlicher Auflauf – regelmäßig kommt er zum Einsatz. Doch gerade hier lässt sich mit einfachen Gewohnheiten Energie sparen.

Ein typischer Fehler: Der Backofen wird vorgeheizt, obwohl es für das jeweilige Gericht gar nicht notwendig wäre. Bei vielen Aufläufen oder Ofengerichten kann auf das Vorheizen verzichtet werden. Anders sieht es beispielsweise bei empfindlichem Gebäck aus, bei dem eine bestimmte Anfangstemperatur wichtig ist.

Auch häufiges Öffnen der Backofentür sollte vermieden werden. Denn dabei entweicht Wärme, die anschließend wieder zugeführt werden muss.

Cleverer Tipp: Nutzen Sie, wenn es zum Gericht passt, die Restwärme des Backofens. Bei ausreichend langen Garzeiten kann das Gerät unter Umständen schon einige Minuten vor Ende ausgeschaltet werden.

Backofen mit Glastür | Credit: Mikolaevna/Shutterstock
Auch beim Backen lässt sich Energie sparen

5. Alte Gewohnheiten statt moderner Technik: Darauf sollten Sie achten

Nicht immer liegt unnötiger Energieverbrauch allein an den Geräten. Oft entscheidet auch die Art der Nutzung darüber, wie effizient wir unseren Küchenalltag gestalten. Ein gutes Beispiel dafür ist der Wasserkocher. Er gehört zu den meistverwendeten Küchenhelfern und kommt bei vielen Menschen gleich mehrmals täglich zum Einsatz.

Doch Wasserkocher ist längst nicht gleich Wasserkocher. Während einfache Modelle Wasser bis zum Siedepunkt erhitzen, bieten moderne Geräte je nach Ausstattung zusätzliche Funktionen, die einen bewussteren Umgang mit Energie erleichtern können.

  • Individuelle Temperatureinstellung: 
    Nicht jedes Heißgetränk benötigt kochendes Wasser. Mit einer gezielten Temperaturwahl lässt sich das Wasser direkt auf die gewünschte Temperatur erhitzen.
  • Gut ablesbare Wasserstandsanzeige: 
    Wer die benötigte Wassermenge genau dosiert, verhindert, dass unnötig viel Wasser erhitzt wird.
  • Automatische Abschaltung: 
    Moderne Wasserkocher schalten sich nach Erreichen der vorgesehenen Temperatur beziehungsweise nach Abschluss des Kochvorgangs automatisch ab.
  • Praktische Warmhaltefunktion: 
    Einige Modelle halten Wasser über einen bestimmten Zeitraum auf der gewünschten Temperatur. Das kann komfortabel sein, wenn mehrmals hintereinander heißes Wasser benötigt wird. Allerdings verbraucht auch das Warmhalten Energie und ist daher nicht automatisch die sparsamste Lösung.
  • Durchdachtes Design: 
    Eine einfache Bedienung, gut erkennbare Anzeigen und praktische Zusatzfunktionen machen die tägliche Verwendung besonders angenehm.
Nahaufnahme eines digitalen Wasserkocher-Bedienfelds | Credit: Masarik/Shutterstock
Mehr Komfort auf Knopfdruck mit modernen Wasserkochern

Wer einen neuen Wasserkocher auswählt, sollte deshalb nicht nur auf das Aussehen achten, sondern auch auf Funktionen, die zu den eigenen Gewohnheiten passen.

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