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Kind greift nach Pfanne am Herd | Credit: iStock.com/ronstik
Eine Sicherheits-Checkliste hilft, Gefahren zu erkennen
Eine Sicherheits-Checkliste hilft, Gefahren zu erkennen
iStock.com/ronstik

Checkliste: So schützen Sie Ihr Kind vor Unfällen

26.06.2024 um 09:52, Jacqueline Klein
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Eigenes Zuhause oder Outdoor – Gefahrenquellen für Kinder gibt es viele. Eine Checkliste, auf welche Gefahren man achten sollte und wie man vorbeugt.

Kinder nicht im Auto allein lassen, Medikamente wegschließen und vor Treppen eine Kindersicherung anbringen – diese und mehr Sicherheitstipps kennen fast alle Eltern. Leider passieren aber immer wieder Unfälle zuhause oder im Alltag mit Kindern. Manche sind schwerer, manche leichter. Denn oftmals gibt es Gefahren im alltäglichen Leben, die viele Eltern erst bedenken, wenn der Unfall schon geschehen ist. Selbstverständlich kann man Kinder nicht in Watte packen, manches passiert und man lernt daraus. Ein Kinder-Unfallschutz ist auch eine Möglichkeit, um die ganze Familie im Ernstfall abzusichern. Trotzdem sollte man sich überlegen, ob es Gefahren im Haushalt gibt, die mit wenigen Handgriffen vermeidbar sind. Immerhin sind Kinder durch Unfälle im häuslichen Umfeld eher gefährdet als durch Krankheiten oder Verkehrsunfälle – dazu eine Checkliste für ein kindersicheres Zuhause.

Check 1: Garten als Gefahr sehen

Klingt zuerst einmal schockierend, aber oftmals vergiften sich Kinder aus purer Unwissenheit. Denn was Kinder sehen, stecken sie sich für gewöhnlich auch in den Mund. Kinder verstehen nun mal nicht, dass die roten Beeren im Garten keine leckeren Früchte sind. Deshalb gilt, selbst wenn es der eigene Garten ist, sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen und herumrennen.

Kind klettert auf Fensterbrett | Credit: iStock.com/Andrey Zhuravlev
Verhindern Sie Klettermöglichkeiten aller Art

Check 2: Klettermöglichkeiten sichern

Zu einem der häufigsten Unfälle im Haushalt zählt bei Kindern das Herunterfallen. Ja, Stürze machen über die Hälfte der Kinderunfälle im Alltag aus. Schon bei Säuglingen, die auf Tischen oder dem Sofa abgelegt werden, ist es die größte Verletzungsgefahr. Größere Kinder nutzen Möbel gerne als Klettergerüst, da genügt es bereits, wenn man nur eine Sekunde nicht aufpasst.

Check 3: Kleinteiliges verschließen

Leider ist Ersticken bei Kindern unter einem Jahr die häufigste Todesursache. Deshalb sollte man Kleinkindern kein Spielzeug geben, das abreißbare Teile hat. Keine Kleinteile oder Tücher herumliegen lassen. Vorsicht auch bei Nüssen, Bonbons, Rosinen und Co. – sie sind schnell in den Mund gesteckt und dann kann Gefahr drohen. Seien Sie hierbei bitte besonders vorsichtig.

Kind spielt mit Süßigkeiten | Credit: iStock.com/tatyana_tomsickova
Kinder ersticken leider viel zu leicht

Check 4: Raumtemperatur prüfen

Da ihre Blutgefäße noch nicht voll ausgeprägt sind, können kleine Kinder ihre Körpertemperatur noch nicht optimal regulieren. Das ist der Grund, weshalb die Körpertemperatur von Kleinkindern rasch auf 40 Grad steigen, aber auch abfallen kann. Deshalb immer für eine gute Lüftung im Zimmer, Auto usw. sorgen, aber ohne dass es zieht.

Check 5: Heiße Getränke wegräumen

Verbrühen und Verbrennen gehören mit auf die Liste der größten Gefahren im Alltag. Dabei muss es nicht einmal der Griff auf die Herdplatte sein, der meist in Verdacht steht. Wasserkocher oder heiße Getränke wie Tee oder Kaffee können bei Kindern schon ernste Schäden verursachen. Immerhin ist die Kinderhaut viel empfindlicher und dünner als von Erwachsenen.

Kind sitzt in der Badewanne | Credit: iStock.com/FamVeld
Badewannen können zur Gefahr werden

Check 6: Nicht alleine baden lassen

Hierbei denken alle Eltern an ein Schwimmbecken oder an einen Pool. Aber leider wird die Gefahr von heimischen Badewannen oft unterschätzt. Kleinkinder dürfen in der Badewanne niemals allein gelassen werden. Eine Sekunde nur ins Schlafzimmer, um ein Badetuch zu holen und schon ist ein Unfall mit Kind passiert. Besonders Kleinkinder sinken lautlos unter Wasser.

Check 7: Stromschlag vermeiden

Bei einem Stromschlag denken viele Eltern vornehmlich an Steckdosen in der Wand als Gefahrenquelle und versehen zumindest diese mit einer Kindersicherung. Aber denken Sie auch an die Steckdosenverteiler? Dort können Kinder relativ einfach mit allen möglichen Dingen wie etwa einem Zahnstocher herumstochern – selbst dort muss für Sicherheit gesorgt werden.

Kind rüttelt an Schublade | Credit: iStock.com/Andrey Zhuravlev
Türen und Schubladen müssen gesichert werden

Check 8: Kindersicherungen installieren

In jedem Zuhause gibt es selbstverständlich Türen und Schubladen – und genau diese sind die häufigsten Ursachen für Quetschungen bei Kleinkindern. Insbesondere Kinderhände und -finger sind schnell verletzt und dann ist der Schmerz riesengroß. Um das Unfallrisiko dauerhaft zu minimieren, sollten Schaubladensicherungen und Türstopper überall montiert werden.

Gefahren im Alltag und im eigenen Zuhause gibt es für Kinder viele. Da ist man als Eltern richtig gefordert, wenn man die Gefahrenquellen jedoch kennt, kann man entgegenwirken.