7 Fichten für ein Haus

Fertighäuser und Klimaschutz gehen Hand in Hand. Dafür steht nicht nur der Baustoff Holz, sondern zahlreiche Komponenten von der Fertigungskette über die Haustechnik bis zur Lieferung.
Autor: Andi Dirnberger, 16.02.2022 um 12:13 Uhr

Für ein durchschnittliches Fertighaus mit rund 145 Quadratmetern kommen rund 30 Kubikmeter Vollholz zum Einsatz, das entspricht in etwa sieben Fichten. Diese „Sieben Fichten für ein Haus“ (Copyright by ELK) wachsen in heimischen österreichischen Wäldern in 30 Sekunden nach.

Holz benötigt aber auch kaum Behandlung, um als Baustoff verwendet zu werden. Im Vergleich dazu muss bei der Ziegelherstellung bis zu 1.000 Grad Energie zugeführt werden. Dir. Yves Suter von Hartl-Haus rechnet den Unterschied anschaulich vor: „Der Vorteil liegt klar beim Holz-Fertighaus. Ein Fertighaus in Holzbauweise kann in etwa so viel CO2 binden, wie ein Ziegelhaus allein in der Produktion erzeugt. Langfristig können so große Beiträge zum Klimaschutz geleistet werden.“

Klimaschutz

Tatsächlich bindet ein Kubikmeter genutztes Holz langfristig eine Tonne Kohlendioxid, sprich ein Haus bindet langfristig 30 Tonnen! „Wenn man bedenkt, dass die durchschnittlichen Treibhausgas-Emissionen pro Kopf in Österreich bei knapp 10 Tonnen pro Jahr liegen, zeigt sich hier das Potential des Holzbaus beim Klimaschutz“, so Suter.

Klimaschutz

Smart Home

Intelligente und zukunftsweisende Heiz- und Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung und ergänzt um eine Photovoltaik-Anlage ist für das Fertighaus Planungs-Standard, wenngleich es das als Standard-Paket nicht gibt. Energieeffizienz erfordert individuelle Planung, um eine möglichst hohe Autarkie bei optimaler Ressourcenschonung zu erreichen. Eine intelligente Smart Home Steuerung passt das Zuhause dann an die Bedürfnisse seiner Bewohner an. Heizung, Kühlung, Musik, Beschattung, Licht oder Alarmsysteme arbeiten im Einklang und schonen klimafreundlich Ressourcen und Geldbörserl. Und mehr noch: „Damit das persönliche Traumhaus auch rundherum gelingt empfiehlt es sich, externe Einflussfaktoren wie Straßenlärm, Nachbargebäude oder Schutz vor sommerlicher Überhitzung bereits in der Planungsphase zu beachten“, empfiehlt Helmut Möseneder von Genböck Haus.

Klimaschutz

Klimaschutz auch im Detail!

Zahlreiche Fertighausproduzenten haben bereits eigene Photovoltaikanlagen errichtet, um eigenen Strom für die Produktion zu produzieren. Bei Hartl-Haus werden etwa 45% des Eigenstrombedarfes mit der Kraft der Sonne erzeugt. Und auch im Detail wird Klimaschutz groß geschrieben. Durch optimierte Laderaumnutzung und den Transport durch abgasarme Fahrzeuge „Flüster-Lkw“ sind etwa bei ELK pro Hauslieferung nur mehr durchschnittlich vier LKW-Fahrten notwendig.

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