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Der ORF dreht beim Sparen weiter an der Schraube.
Das tägliche „ZiB Magazin“ auf ORF 1 endet mit Jahresende 2026.
Das tägliche „ZiB Magazin“ auf ORF 1 endet mit Jahresende 2026.
Felix Geringswald / Shutterstock.com

ORF streicht diese Sendung: Auch Assinger-Show wackelt

15.09.2026 um 08:31, Yunus Emre Kurt
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Der ORF verschärft seinen Sparkurs: Das tägliche „ZiB Magazin“ auf ORF 1 wird eingestellt. Auch die Zukunft der „Millionenshow“ ist offen.

Der ORF setzt seinen Sparkurs fort und greift dabei auch in bekannte Programmbereiche ein. Das tägliche „ZiB Magazin“ auf ORF 1 soll, wie der Kurier berichtet, mit Jahresende 2026 eingestellt werden. Komplett verschwinden soll die Marke allerdings nicht. Gleichzeitig ist auch die langfristige Zukunft der „Millionenshow“ mit Armin Assinger offen. Finanziert ist das traditionsreiche Quiz derzeit nur bis Sommer 2027.

Tägliches „ZiB Magazin“ wird eingestellt

Das rund vierminütige „ZiB Magazin“, das derzeit regelmäßig kurz nach 20 Uhr auf ORF 1 ausgestrahlt wird, soll laut aktuellen Planungen mit Jahresende 2026 in seiner bisherigen Form verschwinden.

Ganz beendet wird das Format allerdings nicht. Künftig soll es eine deutlich längere Variante geben. Vorgesehen sind rund 50 Minuten Sendezeit und zehn bis zwölf Ausgaben pro Jahr. Der ORF will damit stärker auf ausführliche Reportagen und Dokumentationen setzen.

Nach Angaben des Senders soll die Umstellung Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich bringen. Gleichzeitig erhofft man sich von den längeren Ausgaben mehr Reichweite und eine stärkere inhaltliche Vertiefung.

Was künftig nach 20 Uhr läuft

Noch offen ist, was auf ORF 1 künftig den bisherigen Sendeplatz des „ZiB Magazins“ übernimmt. Derzeit läuft die Sendung in der Regel kurz nach 20 Uhr und dauert nur wenige Minuten.

Als mögliche Variante gilt laut Medienberichten eine stärkere Nutzung des Sendeplatzes für Sport. Dabei könnte es vor allem um Sportarten und Bewerbe gehen, die nicht zu den großen Quotenbringern wie Formel 1 oder Fußball zählen.

Eine endgültige Entscheidung ist laut ORF aber noch nicht gefallen. Der Sender spricht davon, dass die künftige Gestaltung des Sendeplatzes derzeit noch ausgearbeitet werde.

Zukunft der „Millionenshow“ offen

Auch bei einem weiteren ORF-Klassiker gibt es Fragezeichen. Die „Millionenshow“ mit Armin Assinger ist nach Angaben des Senders noch bis Sommer 2027 finanziert. Danach ist die Zukunft des Formats derzeit offen.

Assinger ist gerade in eine neue Staffel gestartet. Am 14. September kehrte die Quizsendung nach der Sommerpause auf ihren gewohnten Montagabend-Termin um 20.15 Uhr auf ORF 2 zurück.

Dass die Finanzierung bis Sommer 2027 reicht, wird auch durch eine geringere Zahl an Ausgaben ermöglicht. Laut den vorliegenden Medienberichten kostet ein Jahr „Millionenshow“ rund fünf Millionen Euro. Eine konkrete Nachfolgesendung für das Format gibt es derzeit nicht.

ORF muss massiv sparen

Hintergrund der Veränderungen ist die angespannte finanzielle Lage des öffentlich-rechtlichen Senders. Ab 2027 muss der ORF mit deutlich weniger Mitteln auskommen. Besonders stark dürften Information und Unterhaltung von den Kürzungen betroffen sein.

Auch kleinere Formate und Vorabendprogramme stehen deshalb auf dem Prüfstand. Nicht alle großen ORF-Sendungen sind jedoch gefährdet: „Dancing Stars“ soll im kommenden Frühjahr wie geplant stattfinden.

Generaldirektor Clemens Pig hatte zuletzt eine umfassende Erneuerung des ORF angekündigt. Die aktuellen Programmänderungen zeigen nun, wie stark dieser Umbau ausfallen könnte.

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