24 Insider packen aus: Diese Gaza-Doku erschüttert
- 24 israelische Insider sprechen in „NAZA“
- Drei Jahre Arbeit an brisanter Gaza-Doku
- Recherchen zu „NAZA“ bereits zuvor veröffentlicht
- „NAZA“ kommt in Österreich ins Kino
24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten, digital verfremdete Gesichter und Stimmen und Aussagen über die Strukturen hinter der israelischen Kriegsführung im Gazastreifen: Der neue Dokumentarfilm „NAZA“ von Yuval Abraham und Rachel Szor widmet sich einem der brisantesten Themen der Gegenwart. Drei Jahre lang arbeiteten die beiden israelischen Filmemacher an ihrer Recherche. Nun kommt die Dokumentation auch in die österreichischen Kinos.
24 israelische Insider sprechen in „NAZA“
Im Mittelpunkt von „NAZA“ stehen Menschen, die Einblicke in das israelische Militär und die Geheimdienste haben. Insgesamt 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten kommen anonymisiert zu Wort. Um ihre Identität zu schützen, wurden sowohl ihre Stimmen als auch ihr Erscheinungsbild digital verändert.
Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Kriegsführung in Gaza. Gedreht wurde der 80-minütige Film unter anderem nachts auf Dächern von Tel Aviv.
Drei Jahre Arbeit an brisanter Gaza-Doku
Hinter „NAZA“ stehen Yuval Abraham und Rachel Szor, zwei der vier Filmschaffenden hinter dem 2025 mit dem Oscar ausgezeichneten Dokumentarfilm „No Other Land“. Für ihr neues Projekt beschäftigten sie sich über einen Zeitraum von drei Jahren mit den Strukturen hinter dem militärischen Vorgehen Israels im Gazastreifen.
Die beiden Regisseure erklären in ihrem offiziellen Statement, dass sie ihre Position als Israelis nutzen wollten, um jene Systeme zu untersuchen, die sie für die massenhafte Tötung palästinensischer Zivilisten verantwortlich machen. Dabei gehe es für sie auch um die Frage, wie es zur vollständigen Entmenschlichung einer anderen Bevölkerungsgruppe kommen könne.
Recherchen zu „NAZA“ bereits zuvor veröffentlicht
Teile der Erkenntnisse hinter „NAZA“ wurden nach Angaben der Filmemacher bereits während der dreijährigen Arbeit veröffentlicht. Recherchen erschienen beim „Guardian“, der gleichzeitig zu den Produzenten des Films gehört, gemeinsam mit den Medien +972 Magazine und Local Call. Mit dem Film wollen Abraham und Szor über die journalistischen Veröffentlichungen hinausgehen und auch das zeigen, was ihrer Ansicht nach unausgesprochen bleibt.
Produziert wurde die Dokumentation vom Guardian und JW Films. Als Executive Producer ist außerdem „The Zone of Interest“-Regisseur Jonathan Glazer beteiligt.
„NAZA“ kommt in Österreich ins Kino
In Österreich müssen Interessierte nicht mehr lange warten. „NAZA“ startet am 1. Oktober 2026 in den heimischen Kinos. Der Film hat eine Laufzeit von 80 Minuten und wird laut Polyfilm in der Originalfassung mit Untertiteln angeboten.