Buchtipp der Woche: Richtig gutes Essen von Junko Takase
Inhalt
Japan isst anders
Eine angepasste Bürokarriere, eine zuvorkommende Frau, richtig gutes Essen – Nitani weiß, worauf es im Leben ankommen sollte. Die Regeln sind klar, doch Nitani, dessen größtes Glück der Verzehr von Instantramen ist und der am liebsten seine gesamte Nährstoffzufuhr über eine Tablette beziehen würde, tut sich schwer mit ihnen. In seinem Büro ist Ashikawa die Art von Frau, die er wahrscheinlich heiraten wird: liebenswürdig und entschlossen, ihn von seiner Sucht nach Instantnudeln zu befreien. Aber es fällt ihm immer schwerer, sie zu respektieren – oder die süßen Leckereien, die sie verteilt und mit denen sie sich die Zuneigung ihrer Kollegen durch Backen statt durch harte Arbeit sichert.
In etwa fünfzehn Minuten hatten sie aufgegessen. Das Essen, das Ashikawa, kaum waren sie von der Arbeit nach Hause gekommen, fast eine Stunde lang zubereitet hatte, war innerhalb von fünfzehn Minuten verschwunden.
Eine Liebe zur Literatur
Seine Kollegin Oshio ist unkonventioneller – sie ist Nitanis Trinkpartnerin. In der starr reglementierten Welt des Büros kommen sich die beiden näher. Und ihr offenbart Nitani auch seine geheime Leidenschaft: die Literatur. Von der man in Japan nicht leben kann. Humorvoll und klug stellt Junko Takase die Frage, warum wir im Leben manchmal falsch abbiegen und zeigt anhand einer Bürogemeinschaft die Absurditäten des modernen Zusammenlebens auf.
Die Autorin Junko Takase
Junko Takase, geboren 1988, ist die von der japanischen Presse gefeierte Autorin von sechs Romanen. Ihr Debütroman wurde mit dem Subaru-Literaturpreis ausgezeichnet, ihr zweiter Roman war für den Akutagawa-Preis nominiert. Ihr jüngster Roman „Richtig gutes Essen“ wurde mit diesem Preis ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Japan. Von "Richtig gutes Essen" wurden in Japan 180.000 Exemplare verkauft.