Buchtipp der Woche: IMMERKALT von Roman Klementovic
Inhalt
- Ein Dorf in Angst
- Rückkehr ins Marchfeld
- Hilferuf aus Grundendorf
- Der Autor im O-Ton
- Der Autor Roman Klementovic
Ein Dorf in Angst
Der einstige Kriminalpolizist Schulz ist am Ende: von seiner Frau verlassen, von einem Schlaganfall gezeichnet, vorzeitig pensioniert. Morgens schafft er es kaum noch aus dem Bett. Bis ihn an einem düsteren Herbstnachmittag ein verzweifelter Hilferuf erreicht. Ein mysteriöser Vermisstenfall hält ein entlegenes Dorf in Atem. Schulz kennt den Ort nur zu gut. Die Hoffnung, ihn nie wieder betreten zu müssen, zerplatzt. Ohne zu zögern, kehrt er zurück. Und ahnt nicht, dass er sich damit direkt ins Verderben stürzt …
Rückkehr ins Marchfeld
Mit IMMERKALT begibt sich Roman Klementovic auf eine letzte literarische Rückkehr in seine Heimat, dem Marchfeld. Damit führt er die IMMERSTILL-Trilogie zehn Jahre nach dem gleichnamigen ersten Teil, der von ORF und ZDF für die beliebte LandKrimi-Reihe verfilmt wurde, zu einem fulminanten Ende. Der pensionierte Kriminalpolizist Schulz, der in IMMERSTILL und IMMERSCHULD noch ein Nebenrollen-Dasein fristete, avanciert nun zum Protagonisten. Dieser steckt in einer tiefen Krise. Kurz vor seinem Ruhestand hat ihn seine Frau verlassen. Den Grund dafür hat er nie erfahren. Wenig später erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich bis heute nicht restlos erholt hat. Schulz hadert mit seinem Schicksal und schafft es morgens kaum aus dem Bett.
Hilferuf aus Grundendorf
Doch dann, eines bitterkalten Herbstnachmittags, erreicht ihn ein verzweifelter Hilferuf – ausgerechnet aus Grundendorf, jenem trostlosen Dorf, in dem er schon früher furchtbare Verbrechen aufklären musste. Ein mysteriöser Vermisstenfall hält die Bewohner in Atem. Eigentlich hat Schulz gehofft, den Ort nie wieder betreten zu müssen. Jetzt kehrt er zurück, ohne zu zögern. Nicht ahnend, wie schlimm die Lage wirklich ist. Dass die Zeit gnadenlos gegen ihn läuft. Und er sich mit seiner Rückkehr direkt ins Verderben stürzt …
Ein Thriller, der in den Abgrund der Seele blickt.
Der Autor im O-Ton
Warum diese späte schriftstellerische Rückkehr in das Marchfeld?
IMMERSTILL war nie als Beginn einer Reihe, sondern als Stand alone geplant. Doch gleich nach der Fertigstellung merkte ich damals, dass da noch so vieles in meinem Kopf war, das ich über Grundendorf und dessen Be wohner erzählen wollte. Und so entstand IMMERSCHULD. Lange Zeit galten die beiden Teile dann für mich als abgeschlossen. Erst vor drei Jahren kam mir die Idee für eine Kurzgeschichte. Diese sollte in meiner Kurz-Thriller Sammlung SPLITTERSCHREIE erscheinen. Doch während des Schreibens sprudelten die Ideen auf einmal nur so aus mir raus und alles kam ganz anders. Aus einer geplanten Kurzgeschichte wurde ein 368-Seiten langer Thriller …
Der Autor Roman Klementovic
Roman Klementovic, im Marchfeld aufgewachsen und heute am Stadtrand von Wien zuhause, ist als Autor ein Spätberufener. Kein Meister ist vom Himmel gefallen, und seine ersten literarischen Versuche waren "ganz, ganz schlecht", wie er ehrlich zugibt: "Letztlich war es ein über Jahre dauernder Prozess der Selbstfindung, wie man Geschichten konstruiert, Figuren kreiert und einen Spannungsbogen aufbaut. Ich habe gelernt, meine Kreativität für etwas Eigenes zu nutzen", so der Liebhaber von Biertrinken in Pubs, Punkrock und Fan des SK Rapid.