Schräge Studie: Selfiesüchtige Männer sind häufig Psychos

Dein Schwarm liebt es, Duckface-Fotos von sich auf Instagram zu stellen? Lädt dein Tinder-Match jeden Tag ein neues Selfie hoch? Dann Vorsicht: So heiß die Selbstportraits auch sein mögen – sie könnten Anzeichen für psychopathische Tendenzen sein.
Autor: Elisabeth Spitzer, 09.01.2015 um 12:31 Uhr

Je mehr Selfies ein Mann von sich postet, desto selbstverliebter, selbstüchtiger und asozialer ist er – ja er könnte sogar psychopathische Tendenzen aufweisen. Darauf lässt zumindest eine neue Studie der Ohio State University schließen.

Selfie-Sucht bei Männern ist ein Zeichen für Narzismus

Dass Menschen, die viele Selfies von sich ins Netz stellen vermutlich etwas selbstverliebt sind, mag einen nicht sonderlich erstaunen. Doch Forscher konnten jetzt zum ersten Mal wissenschaftlich belegen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Posten von Selbstportraits und einer narzisstischen Störung besteht. Zumindest bei Männern.

Forscherin Jesse Fox wertete für die Studie Umfragen aus, bei denen 800 Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren über ihr Verhalten bezüglich dem Veröffentlichen von Bildern auf sozialen Medien befragt wurden. Zusätzlich mussten die Befragten Fragen zu asozialem Verhalten und ihrer Selbsteinschätzung gegenüber anderen beantworten. Sie wurden nicht nur aufgefordert, anzugeben, wie oft sie Fotos von sich online stellten, sondern auch, ob sie die Bilder vor dem Upload jeweils bearbeiteten.

Editieren nur Psychos ihre Fotos?

Die Auswertung zeigte, dass ein Zusammenhang zwischen dem häufigem Posten von Fotos, Narzissmus und Psychopathie besteht. Zwischen Psychopathie und dem Bearbeiten von Bildern konnten die Forscher jedoch keinen Zusammenhang herstellen. Dies mache Sinn, so Fox, da Psychopathie durch Impulsivität charakterisiert werde. "Man macht ein Selfie und stellt es sofort online. Man will sich selber sehen und keine Zeit mit der Bearbeitung verschwenden", so die Verfasserin der Studie.

Ist Justin Bieber ein Psychopath?

Doch wer jetzt denkt, um alle Kerle mit Hang zu Selfies einen großen Bogen machen zu müssen, den können wir aber beruhigen: Die Forscherin betont, dass Männer, die häufig Fotos von sich posten, nicht zwangsläufig Narzissten oder Psychopathen sein müssen. Die Befragten blieben alle im Bereich normaler Verhaltensweisen.

Vorsicht sei lediglich bei notorischen Postern angesagt: Diese wiesen asoziale Charakterzüge auf, die klar über dem Durchschnitt lagen. Bleibt nur noch eine Frage: Wenn das Studienergebnis stimmt – was sagt uns die Studie über prominente Selfie-Maniacs wie

Justin Bieber

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