Magenta kämpft gegen Hass im Netz

Zusammen mit der Antidiskriminierungsstelle Zara will Magenta Hass im Netz bekämpfen und ändert dafür sogar die allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 18.08.2022 um 09:30 Uhr

Die letzte Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Mai 2022 hat Magenta Telekom genutzt, um das Bekenntnis gegen Hass im Netz klar zu verankern. Kunden werden über strafrechtliche Konsequenzen und im Falle von Betroffenheit über empfohlene Maßnahmen und Meldestellen informiert. In den letzten Monaten wurde eine digitale Kampagne ausgearbeitet, die mit dem heutigen Tag startet.

In Kooperation mit ZARA, der offiziellen Beratungsstelle gegen Hass im Netz, engagiert sich Magenta Telekom für mehr Sensibilisierung und Aufklärung. Die Kampagne ruft zur gemeinsamen Zivilcourage gegen Hass im Netz auf. Bei Magenta eingesendete Schicksale betroffener Menschen werden anonymisiert vor den Vorhang geholt. Das Thema, das aktueller den je ist, soll dadurch längerfristig sichtbar bleiben und in die Mitte der Gesellschaft gebracht werden. Nur mit gemeinsamer Anstrengung kann gegen Hass im Netz vorgegangen werden. Dazu wurde ein eigener Social Media Spot auf Youtube veröffentlicht:

Alarmierende Zahlen bei Jugendlichen

Laut einer aktuellen Studie im Auftrag von Saferinternet.at und ISPA hat fast jede zweite jugendliche Person in Österreich in der einen oder anderen Form Hass im Netz am eigenen Leib erfahren. Cybermobbing und Hassrede im Web sind reale Probleme, die bei Betroffenen oftmals großen Schaden anrichten. Magenta Telekom engagiert sich seit vielen Jahren gegen Hass im Netz und will sich nun als erster Internetbetreiber klar gegen die lautstarke Minderheit positionieren, die Hass im Netz verbreitet und die Gesellschaft spaltet. Einer Studie des Institute for Strategic Dialogue (ISD) und der Initiative #ichbinhier zu Folge, sind gerade einmal 5 Prozent der Accounts für 50 Prozent der Likes bei Hass in den Kommentarspalten verantwortlich.

Die Zahlen rund um Hass im Netz sind generell ernüchternd: Die Mehrheit aller rassistischen Übergriffe findet laut ZARA im Internet statt. 30 Prozent aller jungen Frauen wurden aufgrund ihres Erscheinungsbildes online beleidigt. Vier von fünf Menschen im LGBTIQ-Spektrum haben Queer-Feindlichkeit online erlebt. 42 Prozent aller Hassmeldungen gründen in Verschwörungstheorien – manchmal mit tödlichem Ausgang, wie die jüngsten tragischen Ereignisse in Österreich zeigen.

Kooperation mit Zara

In Kooperation mit ZARA, der offiziellen Beratungsstelle betreffend Hass im Netz, lanciert Magenta Telekom eine Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagne in mehreren Phasen. Neben der bereits im Mai erfolgten Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen sieht die Kampagne vor, auf Hass im Netz im Rahmen einer Social Media Kampagne aufmerksam zu machen und ruft mit prominenter Unterstützung auf, unter anderem mit YouTuber Michi Buchinger, persönliche Erfahrungen anonymisiert zu teilen. Wer direkt betroffen ist, kann rassistische Diskriminierung, Online-Hass, Hetze sowie Cybermobbing jederzeit bei der #GegenHassimNetz Beratungsstelle von ZARA direkt melden. Bei Bedarf stehen psychosozial und juristisch geschulte Berater*innen kostenlos zur Seite.
 
Der Kampagnenauftakt und darauffolgende Initiativen werden ab dem 17. August 2022 sukzessive unter www.magenta.at/gegen-hass-im-netz veröffentlicht. Die gesamte Kampagne kann unter dem Hashtag #gegenhassimnetz in allen Social Media Kanälen verfolgt werden. Das Motto: „Lasst uns den 5%, die Hass verbreiten, zeigen, wie laut 95% sein können.“