Trend: Platonische Co-Elternschaft wird beliebter

Mittlerweile überragt der Pragmatismus und Liebe wird nebensächlich. Das moderne Familienmodell heißt „Co-Elternschaft“ und impliziert mindestens zwei Erwachsene, die gemeinsam ein Kind großziehen, ohne intime Gefühle füreinander zu haben. Auch eine Ehe kommt bei diesem Modell nicht in Frage.

Alternativ und individuell

Der Trend stammt aus den USA, wo es bereits tausende solcher zusammengesetzten Familien gibt. Doch auch in Europa wendet man sich von traditionellen Werten vermehrt ab und gestaltet sein Familienleben alternativ, unkonservativ und individuell. Nach einem Vaterschaftstest gelten außerdem dieselben Rechte wie für unverheiratete Eltern.

Mehrere Familienmodelle

Das ist jedoch nicht das einzige alternative Familienmodell, denn immer mehr Menschen möchten ihren eigenen Lebensstil bestimmen. Liebe und Familie werden nun nicht mehr analog verstanden, sondern scharf voneinander getrennt. Befürworter der Co-Partnerschaft meinen, dass das Kind somit in einer glücklichen Familie aufwächst, wo Scheidungen keinen Platz finden.

Kind lernt keine intimen Emotionen

Familienexperten sind jedoch skeptisch, da zahlreiche Studien belegt haben, dass ein Kind nur durch eine liebevolle Partnerschaft lernen kann, wie Frau und Mann sich in einer Beziehung gegenseitig unterstützen. Auch sonst würde eine Bindung ohne Liebe sehr pragmatisch, also mit „abgeflachten“ Emotionen, ablaufen. Streit ist daher eher selten der Fall. Kinder müssten jedoch lernen, sich in Freundschaften sowie Partnerschaften konstruktiv zu streiten. Wie sich der Trend in Österreich entwickeln wird, wird sich zeigen, doch auch hierzulande entscheiden sich viele Frauen und Männer für ein Kind - egal ob das Aufziehen mit Liebe verbunden ist oder nicht.

Autor: Andreea Iosa, 12.04.2017