Forscher sagen: Wer einmal fremdgeht, tut es wieder!

Ein ziemlich dämpfendes Ergebnis, denn während sich psychologische Hemmnisse weitgehend behandeln lassen, sodass sich Untreue kein weiteres Mal wiederholt, scheint letztere Ursache kaum wandelbar zu sein. Verantwortlich für das Fremdgehen sind demnach Dopamin und Vasopressin.

Langes Allel – häufiger Fremdgeher

In einer Studie von AsapScience aus dem Jahr 2002 wurde die Länge des Dopamin D4-Rezeptorgens von 200 Probanden gemessen - ein Neurotransmitter, der die Lust reguliert. Die Hälfte jener Teilnehmer, die ein langes Allel hatten, war ihren Partnern untreu. Auch riskieren sie mehr und weisen häufiger Suchtverhalten auf. Im Vergleich dazu waren nur 22 Prozent jener Personen mit kurzem Allel untreu.

Weniger Bindung mit Partner

Vasopressin hingegen ist dem Glücks- und Bindungshormon Oxytocin sehr ähnlich und spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle im Hinblick auf Untreue, wie ein finnische Studie im vergangenen Jahr belegt hat. Jene Probanden, die zugaben, untreu zu sein, haben eine genetische Variation, die das Hormon unterhalb des normalen Levels verdrängt. Die Bindung zum Partner ist somit geringer, öfteres Fremdgehen wahrscheinlich. Gut, dass wir den Hormonhaushalt unseres Partners nicht ermitteln können – dies würde sonst für schlaflose Nächste sorgen.

Autor: Andreea Iosa, 04.11.2015