Eifersucht: So geht man damit um

Wie geht man in einer Beziehung am besten mit Eifersucht um? Ist es besser, sie zu unterdrücken oder dem Partner zu zeigen, wie man sich fühlt?
Autor: Teresa Frank, 30.03.2022 um 14:22 Uhr

Wem er etwa schreibt, wenn er den Handy-Bildschirm wegdreht? Ist da etwa mehr zwischen ihr und ihrem besten Freund? Ich wette, er flirtet mit vielen anderen Mädels, wenn er unterwegs ist. Gedanken wie diese können sich in einer Beziehung ganz leicht einschleichen. Dann tendieren wir dazu, misstrauisch und vorwurfsvoll zu reagieren. Passiert das ein- oder zweimal ist es nicht weiter schlimm, doch ist Eifersucht ein Dauerthema in der Beziehung, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Wie geht man also am besten mit diesen Gefühlen um?

Formen von Eifersucht

Nicht jedes Gefühl von Eifersucht ist gleich, es gibt verschiedene Arten. Die reaktive Form von Eifersucht kommt wohl am häufigsten vor: Man sieht, wie der Partner mit einer anderen Person flirtet oder jemandem hinterher sieht und reagiert darauf. Wer misstrauisch-ängstliche Eifersucht empfindet, der geht vom Schlimmsten aus, obwohl eigentlich gar kein Grund dafür besteht. Die besitzergreifende ist wohl die stärkste Form der Eifersucht. Dabei schirmt man den Partner von möglichen Nebenbuhlern ab, um ihn gar nicht erst in Versuchung zu bringen. 

Männer und Frauen empfinden unterschiedlich

Studien zufolge reagieren Männer und Frauen unterschiedlich auf das Gefühl von Eifersucht. Während Männer vor allem fürchten, ihre Partnerin könnte mit jemand anderen schlafen, haben Frauen eher Angst davor, dass sich ihr Partner in jemanden verlieben könnte und emotional untreu wird. Beide sorgen sich also davor, dass ihre Beziehung bedroht wird – dieses Gefühl stammt noch aus der Steinzeit. Für Männer ging es vorrangig darum, ihre Gene weiterzuverbreiten. Frauen hingegen wollten ihre Familie in Sicherheit wissen. 

Der richtige Umgang

Ein gewisses Maß an Eifersucht in der Beziehung ist ganz normal. Vor allem kommt es darauf an, wie man damit umgeht. Der erste Schritt dabei ist, das Gefühl zu akzeptieren. Es ist menschlich diese Emotionen zu empfinden, man muss sich dafür nicht schämen. Die Akzeptanz kann dabei helfen, die Eifersucht zu überwinden. Danach sollte man der Ursache auf den Grund gehen. Ist diese Reaktion berechtigt oder reagiere ich gerade über? Hat mich mein Partner schon öfter an seiner Treue zweifeln lassen? Bin ich tatsächlich eifersüchtig oder einfach nur unsicher? Fragen wie diese können dabei helfen, die Wurzel der Eifersucht zu finden. Oft hat dieses Gefühl nämlich gar nichts mit dem Partner zu tun, sondern stammt vielmehr von eigenen Selbstzweifeln. Hat es tatsächlich schon einmal einen Fall von Untreue gegeben, ist es natürlich umso schwerer, Vertrauen zu fassen. Oft hilft es auch, mit Freunden über diese Gedanken zu sprechen oder sie aufzuschreiben. Außerdem sollte man sich auf die Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins konzentrieren. Nicht ohne Grund heißt es: „Nur wer sich selbst liebt, kann auch geliebt werden.“ Schafft man es, seine eigenen Selbstzweifel und Unsicherheiten hinter sich zu lassen, gelingt es meist auch, dem Partner mehr Vertrauen entgegen zu bringen. Zum Schluss sollte man auch an der Beziehung arbeiten und dem Liebsten mitteilen, wie man sich fühlt. Mit Komplimenten, gemeinsamer Zeit und Intimität kann man einander wieder zeigen, wie gern man sich hat, und Misstrauen und Eifersucht hinter sich lassen.