Die teuersten Gemüsesorten der Welt

Gemüse ist gesund – doch darf es auch teuer sein? Manche sind bereit, ganz schön tief in die Tasche zu greifen, um sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun. Wir zeigen Ihnen die teuersten Gemüsesorten der Welt.
Autor: Pia Kulmesch, 06.10.2022 um 10:54 Uhr

Los geht es mit einer Gemüseart, deren Ernte unvorhersehbar, kurz und sehr arbeitsintensiv ist. Die Rede ist von Tränenerbsen – ein Kilo davon kostet im Handel leicht stolze 350 Euro. Nach der Ernte müssen die Schoten so schnell es geht vom Feld in die Küche gelangen. Von einem Kilo bleiben dann allerdings lediglich 60 Gramm Tränenerbsen übrig. Am ehesten wird damit die Spitzengastronomie beliefert, dort können die Preise auch bezahlt werden.

Teure Sprossen

Rund einen Monat im Jahr (März bis April) wird eine Gemüsesorte geerntet, die zu den teuersten gehört: die Hopfensprossen. Der Preis leitet sich von der kurzen Verfügbarkeit und der schwierigen Ernte her. Für 100 Gramm Hopfensprossen oder Hopfenspargel zahlt man locker um die 15 Euro. Bei der Ernte müssen die Bauern vorsichtig die kleinen Triebe der Hopfenpflanze aus der Erde graben. Für ein bis zwei Kilo dauert die Ernte mindestens eine Stunde. Geschmacklich erinnern die Sprossen an Spargel, allerdings mit nussigem und würzigem Aroma.

Edle Kartoffeln

Eigentlich gehört die Kartoffel zu den üblichen und billigen Lebensmitteln – viele Europäer bauen sie in die tägliche Küche ein. Nicht so die „La Bonotte“, die von der französischen Atlantikinsel Noirmoutier stammt. Nur etwa 40 Tonnen der Knolle werden jährlich produziert. Demzufolge sorgt der Preis für verdutzte Gesichter, denn das Kilo kostet bis zu unglaubliche 500 Euro.

Scharfer Luxus

Am besten schmeckt der echte Japanische Meerrettich Wasabi frisch zubereitet. Aber dessen Anbau ist sehr aufwendig, weshalb man dafür auch tief in die Tasche greifen muss. Ein Kilo der asiatischen Delikatesse kostet um die 200 Euro! Ganze 24 Monate braucht der Wasabi, um zu reifen. Wild wächst er nur am Rande von Flüssen und Bächen in Japan sowie auf der russischen Insel Sachalin. Beim Asiaten um die Ecke bekommt man übrigens meist nur eine billige Kopie davon serviert. Der Fake-Wasabi leuchtet im Gegensatz zum echten knallig grün und weist einen säuerlich-scharfen Geschmack auf.

Japanischer Meerrettich Wasabi auf Holzbrett

Klein, aber oho!

Zum Schluss wollen wir Ihnen noch eine eher unscheinbare Gemüsesorte vorstellen. Sie wird als teuerste Chili der Welt gehandelt. Die Aji Charapita ist klein und ungefähr so groß wie eine Erbse. Farblich ist die teure Rarität auch nicht klassisch rot, sondern intensiv gelb. Und nun zum exorbitanten Preis: um die 25.000 US-Dollar kostet ein Kilo der Chili-Sorte! Ob sich das auszahlt?