Süßigkeiten: vegan naschen

Auch wenn man auf tierische Produkte wie Milch verzichtet und vegan lebt, kann man naschen! Wir zeigen, wie das geht und worauf man achten sollte.
Autor: Pia Kulmesch, 18.03.2022 um 11:21 Uhr

Wenn man auf der Suche nach veganen Süßigkeiten im Lebensmittelgeschäft ist, ist ein aufmerksamer Blick auf die Zutatenliste des Produkts vorprogrammiert. Einige Begriffe lassen erahnen, dass tierische Inhaltsstoffe vorhanden sind. Dazu gehört beispielsweise Bienenwachs, der von Honigbienen gebildet wird und somit nicht vegan ist. Bienenwachs ist manchmal als E 901 gekennzeichnet und sehr oft in Süßigkeiten wie Fruchtgummi enthalten. Auch Butterreinfett, das oft in Gebäck oder Schokolade enthalten ist, ist nicht vegan. Es wird aus Butter gewonnen. Besonders berühmt als unerwünschter tierischer Inhaltsstoff ist Gelantine, die aus Knochen und Häuten von Schweinen, Rindern oder Fischen gewonnen wird. Sie wird als Gelier- und Bindemittel verwendet und kommt sehr oft in Fruchtgummi vor. Nicht zu vergessen auf sämtliche auf Milch zurückzuführende Bestandteile wie Laktose, Mager- und Vollmilchpulver sowie Milchsäure. Bei all diesen Inhaltsstoffen sollten die veganen Alarmglocken läuten.

Fruchtgummi

Die Liste ist lang

Mittlerweile haben sich einige Süßwarenhersteller darum bemüht, Süßigkeiten ohne tierische Inhaltsstoffe zu produzieren. Es gibt vegane Schokolade und Pralinen, Weingummis, Lakritze und „Zuckerl“, Kekse, Waffelschnitte und Riegel sowie Kuchen.
Man kann aber vegane Süßigkeiten und Desserts auch zu Hause herstellen. Es gibt eine Reihe an Austauschstoffen. So kann man statt Tiermilch Hafermilch oder Reismilch nehmen, anstatt Butter Kokosfett, anstatt Eiern in Kuchen beispielsweise gequetschte Banane, anstatt Gelantine Johannisbrotkernmehl und anstatt Honig Ahornsirup oder Agavendicksaft.

REZEPT: Vegane Cupcakes

Für zwölf vegane Cupcakes benötigt man 125 g vegane Margarine, 125 g Zucker, 2 TL Vanillezucker, eine reife Banane, 200 g Mehl, ½ Packung Backpulver, eine Prise Salz und 200 ml Pflanzenmilch. Zunächst die Margarine mit dem Zucker und Vanillezucker mit einem Mixer aufschlagen. Danach die Banane zerdrücken und unter das Margarine-Zucker-Gemisch rühren. Mehl, Backpulver und Salz in einer weiteren Schüssel miteinander vermengen. Die trockenen Zutaten nun abwechselnd mit der Pflanzenmilch zu den restlichen Zutaten geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig nun auf zwölf Muffinförmchen verteilen und die Cupcakes bei 180°C bei Ober-/Unterhitze für 25-30 Minuten backen.
Für das Frosting 50 g vegane Margarine und 150 g Puderzucker etwa zehn Minuten lang schaumig schlagen. Das Frosting in den Kühlschrank geben und anschließend mit Hilfe eines Spritzbeutels auf den Cupcakes verteilen.

Vegane Cupcakes