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Die pelzige Pflanze aus Indien – Okra – überzeugt mit Geschmack und Konsistenz.
Die pelzige Pflanze aus Indien – Okra – überzeugt mit Geschmack und Konsistenz.
iStock.com/Nungning20

„Okra“: über eine exotische Schote in Österreich

18.08.2022 um 10:22, Pia Kulmesch
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Die Burgenländerin Marina Ruttner hat eine Leidenschaft für Okra-Schoten und kultiviert diese im Seewinkel. Wir haben die exotische Pflanze genauer unter die Lupe genommen!

Okra gehört zu den Superfoods – bei uns gilt sie aber noch als große Unbekannte. Sie braucht viel Sonne und kommt auf der anderen Seite mit wenig Wasser aus. Gerade deswegen könnte die Pflanze zukunftsweisend sein und sich den wandelnden klimatischen Bedingungen – auch in Österreich – gut anpassen. Etwa zwei Drittel der weltweiten Okraproduktion erfolgt in Indien. Global betrachtet werden jedes Jahr etwa zehn Millionen Tonnen der Pflanze geerntet, fast ausschließlich in Asien und Afrika.

Feiner Pelz

Der Strauch, an dem die Okra-Schote wächst, kann bis zu 2,5 m hoch werden. Die Schoten können zwischen zwei und 20 cm lang werden und haben eine hell- bis dunkelgrüne Färbung. Einer der vielen Namen für die Pflanze lautet „Ladyfinger“, denn die Schoten sind lang und schmal wie ein Finger. Sie sind außerdem von einem feinen Flaum überzogen und sozusagen etwas pelzig! Beim Kauf der Schoten ist darauf zu achten, dass sie nicht länger als 10 cm sind, eine hellgrüne Farbe aufweisen und frisch und knackig sind.

Vielfältig einsetzbar

Okra ist eine der ältesten Gemüsepflanzen und ist in der Küche vielfältig einsetzbar. Vor allem in arabischen, asiatischen und afrikanischen Ländern wird Okra als Gemüse verspeist. Der Geschmack kann neutral, mild oder herb sein und es gibt zahlreiche exotische Rezepte. Die Okra-Schoten dämpft man am besten, um den Geschmack und die Nährstoffe zu erhalten, man kann sie allerdings auch in einen Teig hüllen und frittieren. Das Besondere: die Schote gibt beim Kochen eine schleimige Masse ab. Dies hat einen großen Nutzen in der Küche, denn mit der Masse lassen sich Gerichte wunderbar abbinden, ohne dass Mehl oder Stärke als Soßenbinder notwendig sind. Wer auf die Schleimbildung verzichten möchte, gibt die Schoten nach dem Waschen und Putzen kurz in kochendes Wasser und blanchiert sie mit einem Schuss Essig oder Zitronensaft. Danach abgießen, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen, das Kochwasser einfach wegschütten.

Okra-Schoten machen sich besonders gut in herzhaften Eintöpfen.

Inspiration in der Küche

Okra-Schoten passen gut zu anderen Gemüsesorten wie Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Karotten, Kohl und Sellerie. So kann man daraus wunderbar Gemüsesuppen, cremige Soßen oder Gemüsezubereitungen aller Art zaubern. Okras werden beispielsweise als Beilage serviert oder in Eintöpfen und Currys verkocht. Versuchen Sie Okras doch mal als Beilage zu Fisch und Fleisch, kräftig gewürzt mit Pfeffer, Chili, Koriander, Curry oder Knoblauch. Spannend ist auch ein marokkanischer Gemüseeintopf oder ein feuriger, meeresfrischer Kreolischer Langusteneintopf mit Kokos.

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