Köstlich! Street Food Market in Linz

Es muss nicht immer ein dreigängiges Menü im Restaurant sein. Wer seinen Heißhunger stillen möchte, kann beim Street Food Market in Linz Spezialitäten aus aller Welt verkosten. Dazu gehören natürlich die Leibspeise der Amerikaner, der Burger, und sein kleiner Bruder, der Hotdog. Aber auch Asien ist für seine Garküchen und Schnellimbiss-Stände berühmt, man denke nur an die allgegenwärtigen Frühlingsrollen. In Südamerika greift man nach den gefüllten Maisfladen, den Tacos. Eintritt in das Marktgelände kostet drei Euro.

Was ist genau Street Food?

Die Erklärung ist so einfach wie man vermutet: Weil die Speisen, die man zumeist von fahrenden Imbissen kauft, noch auf der Straße verzehrt werden, fasst man sie unter dem Begriff „Street Food“ zusammen. Dazu zählen Tacos, Döner Kebab, aber auch die österreichischen Würstel und das Leberkäs-Semmerl. Weltweit nehmen täglich 2,5 Milliarden Menschen Street Food zu sich, das besagt eine Studie der FAO aus dem Jahr 2007. Führend in Sachen Straßenküche sind die Länder in Südamerika, dort werden bis zu 30 Prozent der Haushaltsausgaben für Street Food verwendet.

Was das Street Food-Erlebnis so großartig macht, ist, dass man die Zubereitung mit eigenen Augen mitverfolgen kann. Gerade bei asiatischen Garküchen kann das ein feuriges Spektakel sein. Außergewöhnlich sind oft auch die Zutaten, wie etwa Seesterne oder Skorpione, die in China auf Stäbchen gespießt und frittiert werden.

Foto: ©Nicole Wageneder

Die Grenzen zwischen Fast Food und Street Food verschwimmen zunehmend. Schließlich können Burger, Pommes & Co auch problemlos auf der Straße verzehrt werden. Der einzige Unterschied liegt darin, dass Fast Food für den sehr schnellen Genuss ausgelegt ist, während Street Food - in Österreich sagt man dazu "Zum Mitnehmen" - sehr oft sorgsam verpackt wird. Gebrannte Aschanti im Winter sind etwa nicht nur für den sofortigen Verzehr gedacht, sie lassen sich im Sackerl problemlos mit nach Hause nehmen.

Funfact: Schon die alten Griechen hatten eine Vorliebe für Street Food. Sie genossen kleine, frittierte Fische, die sie von Imbissständen kauften. Auch in Pompei wurden bei den Ausgrabungen zahlreiche Street-Food-Händler entdeckt. Bei den alten Römern wurde Street Food zumeist von der armen Bevölkerungsschicht konsumiert, denn wer sich keinen Herd leisten konnte, musste auf Straßenhändler zurückgreifen.

Termin und Details: Street Food Market Linz

Autor: Gerlinde Vierziger, 15.06.2015