Wien hat ein BBQ Pub! Zu Besuch im neuen Hotspot "The Brickmakers"

Wow! Was haben die aus diesem Raum gemacht? Wir erinnern uns: Zieglergasse 42 das war früher nicht gerade eine Adresse für einen heißen Lokaltipp. Egal ob als Gast in der Bierfactory XXL oder der Fladenküche à la Kolar, man fand sich stets in einem überdimensionierten, ungemütlichen, ja fast unheimlichen Ort wieder. Jetzt aber "The Brickmakers". Frisch und freundlich, fröhlich und fesch: Das gilt für das Interieur (super stylisch mit riesigen Kupfertanks, ein bisserl Sichtbeton, herrlich ironischen Spitzenvorhängen und einer richtig lässigen Bar mit – auch das ist möglich – gemütlichen Barhockern), das Personal (teilweise überfordert, aber willig und gut gelaunt) und nicht zuletzt das Publikum (sehr international, von jung bis alt, von verliebt bis flirty, von business bis casual).

Die fast unendliche Bier-Auswahl

Nix zu lästern gibt es auch beim Bierangebot: Bei 150 Flaschen- und 30 offenen Bieren ist es das größte an Craft Bier in Österreich. Hinzu kommt der hauseigene Big Arlet Organic Cider und feinstes Tankbier. Wer da nichts findet, dem kann man nicht helfen. Ein bisschen anders verhält es sich vielleicht mit der Speisenauswahl. Fleischesser haben jedenfalls ihre größte Freude (Brisket, 15,90 Euro, und Ribs,14,90 Euro, und auch so unglaublich großartige Sandwiches mit Pulled Pork, 11,90 Euro oder Pulled Beef, 12,90 Euro, haben wir so in Wien noch nicht gegessen), Vegetarier haben eine Miniauswahl (traumhaft leckere Baked Melanzani, 9,90 Euro), aber die Beilagen kommen ja auch ganz ordentlich daher. Okay, wir mussten 50 (!) Minuten auf unseren reservierten (!) Tisch warten und für das Bier, das der Kellner über uns schüttete, hätten wir uns eigentlich einen gratis Drink erwartet. Dafür gab's ein Schwätzchen mit Haubenkoch Peter Zinter, der durchs Lokal schwirrte und seine traumhaft guten Zimtschnecken (3,90 Euro) verteilte. Mastermind Brian Patton war übrigens auch da. Der saß entspannt bei Gästen während die Bar-Crew neue Biertanks anzapfte. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass das "Schremser Zwickel" 20 Minuten braucht, um bei uns anzukommen. Aber gut, wir wollen nicht so sein. Es war ja auch erst der zweite Tag...

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Autor: Andrea Burchhart, 12.03.2015